Russland ist nach Treffen mit Witkoff zu Gesprächen mit Ukraine und USA bereit
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat am Mittwoch in St. Petersburg mit Kremlchef Wladimir Putin über Vorschläge für ein Ende des Ukraine-Kriegs gesprochen. Danach erklärte Kreml-Berater Juri Uschakow, Russland sei zu Gesprächen mit der Ukraine und den USA bereit.
Witkoff war zuvor in Oslo mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Spitzenpolitikern zusammengekommen. Die Gastgeber, der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Støre und der finnische Präsident Alexander Stubb, sagten, dabei seien Sicherheitsgarantien für die Ukraine, territoriale Fragen, Sanktionen und die europäische Sicherheit nach dem Krieg diskutiert worden. Selenskyj betonte: «Wir sind bereit für Verhandlungen.» Witkoff reiste anschliessend mit Vorschlägen weiter, die europäische und amerikanische Kollegen erarbeitet hatten. Nach russischen Staatsmedien wurde er vom russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew empfangen.
Zum Auftakt der Gespräche gab Putin die Freilassung des US-Amerikaners Stephen Hubbard bekannt, der 2024 als Söldner an der Seite der Ukraine zu langer Haft verurteilt worden war. Hubbard sei bereits auf dem Flughafen Pulkowo, hiess es; Witkoff dürfte ihn bei seiner Abreise mitnehmen. Witkoff nannte die Gespräche in Norwegen produktiv und sprach von Fortschritten. Er hoffe auf die Wiederaufnahme von Dreiergesprächen zwischen Russen und Ukrainern unter US-Vermittlung. Jared Kushner, Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, sollte per Telefon zugeschaltet werden. Putin sagte, Russland sei an wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit den USA interessiert, und stellte neben den bereits vereinbarten Diesellieferungen auch Dünger in grossen Mengen in Aussicht. Der erste Tanker mit 40'000 Tonnen Diesel soll am Donnerstag auslaufen.
Konkrete Inhalte der Vorschläge waren zunächst nicht bekannt. Witkoff soll nach dem Treffen mit Putin erneut in Oslo über dessen Reaktion berichten. Kreml-Berater Juri Uschakow erklärte anschliessend, Russland sei zu Gesprächen mit der Ukraine und den USA bereit, und Putin wolle wieder Gespräche führen. Der Kreml hielt einen Fortschritt bei der Ukraine-Regelung laut Mitteilung «theoretisch möglich».
Die Witkoff-Reise fällt in eine Phase verschärfter öffentlicher Spannungen zwischen Washington und Kiew. Die USA hatten zuletzt Dieselkäufe in Russland vereinbart, während wichtige militärische Hilfsleistungen für die Ukraine stockten. Laut «Wall Street Journal» soll Elon Musk die militärische Starlink-Version für die Ukraine gedrosselt haben. US-Aussenminister Marco Rubio sagte, die US-Regierung habe keinen Einfluss auf den Zugang der Ukraine zu Starlink.
Quellen
Tages-Anzeiger: Krieg in der Ukraine: Putin ist zu vielem bereit. Nur nicht zu Zugeständnissen
SRF News: Krieg in der Ukraine – Russland ist bereit für Gespräche mit der Ukraine und den USA
blue News: Putin spricht mit Trump-Gesandtem Witkoff über Ukraine-Krieg
SRF News: Krieg in der Ukraine – Putin spricht mit US-Gesandtem Witkoff über Ukraine-Krieg
Nau.ch: Putin spricht mit Trump-Gesandten Witkoff über Ukraine-Krieg
SRF News: Krieg in der Ukraine – Putin spricht mit Trump-Gesandtem Witkoff über Ukraine-Krieg
blue News: Putin spricht mit Trump-Gesandten Witkoff über Ukraine-Krieg
Blick: Trump-Gesandter Witkoff landet in Russland
zentralplus: Witkoff in Russland eingetroffen
Nau.ch: Trump-Gesandter Witkoff zu Ukraine-Gesprächen in Russland
blue News: Trump-Gesandter Witkoff zu Ukraine-Gesprächen in Russland
NZZ: Krieg in der Ukraine: Witkoff zu Gesprächen in Russland eingetroffen
Nau.ch: Trump-Gesandter Witkoff reist nach Russland
blue News: Trump-Gesandter Witkoff reist nach Russland
Nau.ch: Nach Treffen mit Selenskyj: US-Gesandter reist nach Russland
blue News: Nach Treffen mit Selenskyj: US-Gesandter reist nach Russland