Die Bundesregierung plant ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren
Die deutsche Bundesregierung hat ein Eckpunktepapier zum Jugendschutz im Netz vorgelegt. Vorgesehen sind eine Altersgrenze von 13 Jahren für soziale Netzwerke und ein «KI-Seepferdchen» für Grundschüler.
Als Übergangslösung bis zum geplanten EU Kids Act soll eine Novelle des Jugendschutzgesetzes gelten. Sie untersagt Kindern unter 13 Jahren die Nutzung sozialer Netzwerke grundsätzlich; ausgenommen sind nachweislich kindgerechte Angebote. Für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren sind abgestufte Nutzungsbeschränkungen vorgesehen.
Auf europäischer Ebene setzt sich die Regierung für ein Verbot suchtfördernder Mechanismen ein. Algorithmische Empfehlungssysteme und endlose Feeds sollen standardmässig deaktiviert sein und müssen von den Nutzenden aktiv per Opt-in eingeschaltet werden. Für den Altersnachweis soll ab 2027 die deutsche EUDI-Wallet d-you dienen. Sie soll datensparsam arbeiten und Plattformen lediglich bestätigen, dass ein Mindestalter erreicht ist, ohne weitere persönliche Ausweisdaten zu übermitteln. Allfällige Bussgelder gegen Plattformen sollen zweckgebunden in medienpädagogische Projekte fliessen.
Neben Verboten stehen Bildung und Gesundheit auf dem Plan. Für Grundschüler soll bundesweit ein sogenanntes KI-Seepferdchen eingeführt werden, um frühzeitig den Umgang mit KI-Werkzeugen zu vermitteln. Zudem wird die Beratung zu Risiken digitaler Medien fester Bestandteil der neuen Früherkennungsuntersuchung U10 für Neun- bis Zehnjährige sowie der J1 und wandert damit ins gelbe Untersuchungsheft.
Quellen
zentralplus: Socia-Media-Regeln für deutsche Kinder
Caschys Blog: Social-Media-Verbot unter 13 Jahren und KI-Seepferdchen geplant