SP und Grüne konkurrieren um Baselbieter Regierungssitz nach Laubers Rücktritt
Nach dem angekündigten Rücktritt von Finanzdirektor Anton Lauber (Mitte) bewerben sich die Grünen mit Andrea Sulzer und die SP mit mehreren Kandidaten um seinen Sitz im Baselbieter Regierungsrat. Die Wahlen finden am 11. April 2027 statt.
Die Grünen nominieren Andrea Sulzer, Gemeindepräsidentin von Waldenburg, für die Gesamterneuerungswahlen. Sulzer ist seit 2009 Leiterin der Abteilung Bildung, Freizeit und Kultur in Pratteln. Mit ihrer Erfahrung in der Verwaltung einer grossen Gemeinde im Unterbaselbiet und ihrem Amt in einer kleineren Gemeinde im Oberbaselbiet wolle sie Brücken zwischen den beiden Kantonsteilen bauen, sagte sie vor den Medien in Liestal.
Die Grünen verloren ihren Regierungsratssitz dieses Jahr, als Isaac Reber nach fünfzehn Jahren im Amt zurücktrat. Bei der Ersatzwahl im Juni 2026 unterlag ihr Kandidat Philipp Schoch dem SVP-Kandidaten Matthias Liechti. Sulzer hatte sich bereits damals für eine Regierungsratskandidatur interessiert.
Die SP pocht auf eine eigene zweite Kandidatur neben ihrer bisherigen Regierungsrätin Kathrin Schweizer. SP-Fraktionschef Adil Koller teilte der Parteileitung am Donnerstag mit, dass er sich zur Verfügung stellen möchte. Auch die Landrätin und Liestaler Stadträtin Pascale Meschberger bewirbt sich. Die Landräte Roman Brunner und Jan Kirchmayr werden am Freitag bekanntgeben, ob sie kandidieren möchten. Die Bewerbungsfrist läuft bis 18. Oktober, die Nomination findet am 4. November statt.
Quellen
Nau.ch: Koller und Meschberger (SP) wollen in die Baselbieter Regierung
Basler Zeitung: Kampf um Baselbieter Regierung: Es kriselt bei den Linken: Das Powerplay der Grünen befremdet die SP
Bajour: Sulzer will in den Regierungsrat
Nau.ch: Baselbieter Grüne wollen mit Andrea Sulzer zurück in die Regierung