FC Thun verliert gegen Hajduk Split 0:1 und wartet nach zwei Spielen weiter auf den ersten Punkt
Der FC Thun unterliegt im zweiten Conference-League-Spiel zu Hause Hajduk Split 0:1. Das einzige Tor erzielt Dalisson de Almeida in der 17. Minute, während Noah Christoffersson in der 74. Minute die grösste Ausgleichschance vergibt.
Hajduk übernahm von Beginn an die Kontrolle und kam in der Startphase auf bis zu 70 Prozent Ballbesitz. Nach einem zu kurzen Rückpass von Nico Maier traf Dalisson de Almeida in der 17. Minute mit dem Aussenrist zum 1:0, wobei der Ball an Thun-Goalie Niklas Steffen vorbeiging. Danach fand der FC Thun besser ins Spiel. In der ersten Halbzeit scheiterten Brighton Labeau und Furkan Dursun aus guter Position am Ausgleich. Die Arena war mit über 10'000 Zuschauern ausverkauft.
Nach der Pause bestimmte Thun das Spiel über weite Strecken. Fabio Fehr und Nils Reichmuth kamen zu Abschlüssen, ohne zu treffen. In der 67. Minute entschied der Schiedsrichter nach einem Einsteigen von Olivier Mambwa auf Penalty für Hajduk; der VAR schaltete sich nicht ein. Michele Sego schoss zu zentral, Steffen parierte. Die beste Chance vergab Christoffersson in der 74. Minute, als er nach einer Labeau-Hereingabe aus kurzer Distanz das leere Tor verfehlte. In der Nachspielzeit verhinderte die Latte ein zweites Gegentor.
Trainer Gian-Luca Privitelli sagte, in den ersten 20 Minuten habe der Mut gefehlt. Danach habe seine Mannschaft das Pressing und das Herausspielen gut umgesetzt: «Schade, dass wir nichts mitnehmen können.» Zu Christoffersson sagte er: «Keine Vorwürfe an ihn, so etwas kann passieren.» Justin Roth sagte, es sei wichtig, dass die Mannschaft den Schweden aufnehme. Steffen erklärte: «Wir waren die bessere Mannschaft.» Marco Bürki bezeichnete die Punkteausbeute als «nicht zufriedenstellend» und forderte, man müsse «hartnäckig dranbleiben».
Im Vorfeld hatte die Berner Kantonspolizei die Partie als Risikospiel eingestuft, nachdem Anhänger von Hajduk in Split mit rechtsextremen Parolen aufgefallen waren. Thun verlor zuvor bereits die Auftaktpartie in Enschede 0:1. Am Sonntag um 14 Uhr empfängt der FC Thun in der Super League den ungeschlagenen Leader Lugano. Das nächste Conference-League-Spiel findet am 5. November als Heimspiel gegen Heart of Midlothian statt.
Quellen
Berner Zeitung: Skurriles «Heimspiel»: War das vielleicht sogar die beste Saisonleistung? Drei grosse Probleme aber wird der FC Thun nicht los
Blick: «Bringt nichts, auf Leute zu treten, die am Boden sind»
blue News: Thun-Captain Bürki: «In der 2. Halbzeit haben wir sie an die Wand gespielt»
20 Minuten: «Bringt nichts, auf Leute draufzutreten, die schon am Boden sind»
Nau.ch: FC Thun: Hier trifft Christoffersson das leere Tor nicht
Blick: «Tut weh, dass der Aufwand nicht belohnt wird»
SRF News: 2. Runde in Conference League – Thun wird für eine passive Startphase hart bestraft
blue News: Thun für guten Auftritt gegen Hajduk nicht belohnt
Blick: Thun-Joker versagen vor dem leeren Tor die Nerven
Nau.ch: FC Thun belohnt sich gegen Hajduk Split nicht und verliert 0:1
Berner Zeitung: Liveticker: FC Thun – Hajduk Split: Holt der FC Thun zuhause gegen den kroatischen Traditionsverein die ersten Punkte?
Berner Zeitung: Risikospiel FC Thun gegen Hajduk Split: Massive Polizeipräsenz in Thuner Innenstadt – bis jetzt ist es ruhig
Blick: Der FC Thun muss die eigenen Fans überprüfen
NZZ: Hajduk Split war einst ein Bollwerk gegen den Faschismus – jetzt skandieren seine Ultras Naziparolen. Am Donnerstag auch in Thun?
blue News: Thun gegen kroatischen Leader, Lugano im Coliseum
Blick: Kroaten spucken vor Spiel in Thun grosse Töne
Berner Zeitung: Heimspiel in der Conference League: Kapo stuft Thun-Partie als Risikospiel ein
20 Minuten: Kroaten schocken mit Hitler-Rufen: Thun-Duell wird zu Risikospiel