Im Kongo sind mehr als 9000 Ebola-Fälle im Labor bestätigt worden
In der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden 9'144 Ebola-Fälle im Labor bestätigt worden. Seit Beginn des Ausbruchs Mitte Mai sind 4'410 Menschen an Ebola gestorben.
Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC bezeichnet den Ausbruch als den am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch der Geschichte. Anfang Oktober wurde im ostafrikanischen Kenia der erste Fall der hochansteckenden Bundibugyo-Variante des Virus bestätigt. Der inzwischen verstorbene Patient war im Kongo erkrankt, reiste auf dem Landweg ins benachbarte Uganda und flog von dort nach Kenia. Die kenianischen Gesundheitsbehörden verfolgen alle Personen, mit denen der Mann auf der Reise in Kontakt gekommen war.
Für den Erreger vom Typ Bundibugyo gibt es bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie. Zudem kann eine Ansteckung in der Anfangsphase leicht mit Malaria verwechselt werden, was zu einer verspäteten Isolation und Behandlung der Patienten beitragen kann.
Seit Juli laufen klinische Versuche mit zwei antiviralen Therapieverfahren. In zwei weiteren Versuchsreihen wird untersucht, ob der Impfstoff Ervebo auch vor dem Bundibugyo-Typ schützt. Ervebo ist bisher für Ausbrüche des Typs Ebola-Viruskrankheit zugelassen und empfohlen.
Quellen
Nau.ch: Mehr als 9.000 Ebola-Fälle im Kongo
blue News: Mehr als 9.000 Ebola-Fälle im Kongo