Lugano und Thun starten in die Conference League mit unterschiedlichen Vorzeichen
Am Donnerstag beginnt die Conference League mit zwei Schweizer Vertretern. Lugano empfängt Roter Stern Belgrad, während Thun bei Twente Enschede gastiert – die beiden Clubs gehen mit sehr unterschiedlichen Erwartungen in den Wettbewerb.
Die «Bianconeri» spielten am Samstag den FC Luzern mit 4:0 ab und zeigen eine herausragende Saison: Mit 31 Toren ist Lugano nach YB (33) der zweitbeste Angreifer der Liga, hinten steht es mit nur 7 Gegentoren in 10 Spielen kompakt. Captain Renato Steffen ist nach einer Muskelverletzung zurück. Gegner Roter Stern Belgrad ist serbischer Doublesieger, doch Erfolgstrainer Dejan Stankovic ist weg – er kassierte in der Champions-League-Quali Rot, spuckte in Richtung des Schiedsrichters und kündigte seinen Rücktritt an. Sein Nachfolger ist der spanische Ex-Internationale Albert Riera, der als Heisssporn gilt.
Thun hingegen tritt als klarer Underdog an. Der Schweizer Meister steht nach 10 Super-League-Runden auf Rang 9 mit nur 4 Punkten Vorsprung auf den letzten Platz. Von den letzten 5 Liga-Spielen gingen 4 verloren, am Samstag unterlag Thun dem FC Zürich 2:4. Gegen Twente Enschede, den Vierten der letzten Eredivisie-Saison, haben die Thuner fast nichts zu verlieren. Der bekannteste Twente-Profi ist Sturmtank Wout Weghorst.
Die Conference League wird mit 6 statt 8 Spieltagen ausgetragen. Der Final findet im Juni 2027 im Besiktas-Park in Istanbul statt. In der letzten Saison standen sich mit Gewinner Crystal Palace und Rayo Vallecano zwei Teams aus den Top-5-Ligen im Final gegenüber. Als grosse Favoriten für dieses Jahr gelten Brighton, Monaco, Atalanta und Freiburg.
Quellen
Blick: Thun klärt die Captainfrage für den Conference-League-Auftakt
SRF News: Auftakt zur Conference League – Lugano und Thun: Europa-Abenteuer mit verschiedenen Vorzeichen