Wohneigentum in der Schweiz verteuert sich weiter, Preisanstieg zum Vorquartal aber schwächer
Die Preise für Wohneigentum in der Schweiz sind im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Gegenüber dem Vorquartal hat sich die Preisentwicklung allerdings deutlich abgeschwächt.
Nach dem Raiffeisen-Transaktionspreisindex legten Einfamilienhäuser im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 2,0 Prozent zu, Eigentumswohnungen um 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verteuerten sich Einfamilienhäuser um 3,6 Prozent und Eigentumswohnungen um 5,9 Prozent.
Nach Daten des Immobilienberatungsunternehmens Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) war der Preisanstieg zum Vorquartal deutlich geringer: Eigentumswohnungen im mittleren Preissegment stiegen um 0,4 bis 0,9 Prozent, bei Einfamilienhäusern blieben die Preise im unteren Segment unverändert, während sie im mittleren und gehobenen Segment jeweils um 0,4 Prozent nachgaben. Gegenüber dem Vorjahresquartal betrug der Anstieg bei Eigentumswohnungen im mittleren Segment 4,6 Prozent, im unteren 4,8 Prozent und im gehobenen 2,8 Prozent. Bei Einfamilienhäusern stiegen die Preise im mittleren Segment um 3,5 Prozent, im unteren um 3,0 Prozent und im gehobenen um 5,0 Prozent.
Regional zeigten sich deutliche Unterschiede. Bei Einfamilienhäusern verzeichneten Zürich und die Westschweiz innert Jahresfrist die stärksten Zuwächse von 4,8 beziehungsweise 4,6 Prozent. Bei Eigentumswohnungen war die Südschweiz mit einem Plus von 7,4 Prozent Spitzenreiter, während die Preise in der Genferseeregion lediglich um 0,4 Prozent stiegen. Nach FPRE-Daten verteuerten sich Eigentumswohnungen im mittleren Segment in der Region Zürich mit 7,1 Prozent am stärksten, während die Preise in der Südschweiz um 0,8 Prozent zurückgingen.
Laut Raiffeisen-Chefökonom Fredy Hasenmaile reicht der moderate Zinsanstieg für Festhypotheken nicht aus, um die hohe Preisdynamik umzukehren. Dafür bleibe das Angebot an Wohneigentum zu knapp. FPRE erwartet für den weiteren Jahresverlauf steigende Wohneigentumspreise, da die Nachfrage hoch bleiben dürfte, während die Bautätigkeit weiterhin nicht mit dem Bedarf Schritt halte. Besonders in den Agglomerationen grösserer Städte sei mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen.
Quellen
Nau.ch: Schweizer Wohneigentum ist teurer als vor einem Jahr
blue News: Schweizer Wohneigentum ist teurer als vor einem Jahr
Nau.ch: Wohneigentum in der Schweiz verteuert sich weiter
blue News: Wo der Experte noch Kaufchancen sieht – und was du jetzt beachten musst