Drei Viertel der Schweizer fühlen sich glücklich, doch fast jede zweite Person bedauert aufgeschobene Lebensträume
Eine repräsentative Umfrage von Sotomo im Auftrag von Helvetia Baloise zeigt: 75 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer bezeichnen sich als glücklich. Gleichzeitig bedauert nahezu jede zweite Person, persönliche Lebensträume zu lange aufgeschoben zu haben.
Die Studie befragte 1866 erwachsene Personen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz im Juni 2026. Das Glücksempfinden ist stark von Alter und Einkommen geprägt: Bei Menschen über 65 Jahren geben 87 Prozent an, Glück im Leben zu haben, bei finanziell gut Situierten mit einem Äquivalenzeinkommen von über 6000 Franken sind es 88 Prozent. Liegt das Äquivalenzeinkommen unter 4000 Franken, sinkt dieser Anteil auf 58 Prozent. Nur 3 Prozent der Bevölkerung nehmen ihr Leben überwiegend als vom Pech geprägt wahr.
Trotz des hohen Glücksempfindens geben nahezu 50 Prozent der Befragten an, Lebensträume zu lange aufgeschoben zu haben – besonders verbreitet ist dieses Gefühl in den mittleren und jüngeren Altersgruppen. Bei den über 65-Jährigen teilen noch 37 Prozent diese Einschätzung. Gleichzeitig erlauben sich 57 Prozent der Befragten, in ihrer aktuellen Lebensphase grosse Lebensträume zu haben; bei den 18- bis 34-Jährigen sind es 68 Prozent. Die grössten Lebensträume liegen vor allem in den Bereichen Gesundheit und Fitness, Reisen und Erlebnisse sowie Finanzen und Eigentum.
Im Alltag würde sich 69 Prozent der erwachsenen Bevölkerung gerne mehr zutrauen – bei den 18- bis 34-Jährigen sind es sogar 81 Prozent.
Wer Veränderungen wagt, blickt im Rückblick meist positiv darauf zurück. Eine grosse Reise bewerten 99 Prozent der Befragten als sehr oder eher positiv, eine Hochzeit oder die Gründung einer Familie 97 Prozent. Der Schritt in die Selbstständigkeit und ein beruflicher Neuanfang werden von 93 Prozent positiv bewertet, der Kauf von Wohneigentum ebenfalls von der Mehrheit. Selbst eine Trennung wird von 69 Prozent später positiv wahrgenommen. Die Befragten würden ihrem jüngeren Ich am häufigsten raten, auf sich selbst zu vertrauen und Veränderungen nicht nur als Risiko zu sehen. Knapp die Hälfte ist überzeugt, dass sich mit jeder schliessenden Tür auch neue Türen öffnen.
Quellen
Nau.ch: Neue Umfrage: Glücklich? Das sagen drei Viertel der Schweizer
SRF News: Sotomo-Studie – Jede zweite Person in der Schweiz schiebt Träume auf
20 Minuten: Fast jeder zweite Schweizer bereut aufgeschobene Lebensträume
Blick: Jeder zweite Schweizer schiebt seinen Lebenstraum auf