Jeder zweite Schweizer bedauert, Lebensträume zu lange aufgeschoben zu haben
Drei Viertel der Schweizerinnen und Schweizer bezeichnen sich laut einer Umfrage von Sotomo im Auftrag von Helvetia Baloise als glücklich. Die Hälfte bedauert jedoch, Lebensträume zu lange aufgeschoben zu haben.
Die Befragten würden ihrem jüngeren Ich am häufigsten raten, auf sich selbst zu vertrauen und Veränderungen nicht nur als Risiko zu sehen. Die Hälfte ist überzeugt, dass sich mit jeder schliessenden Tür auch neue Türen öffnen. Knapp die Hälfte würde zudem mitgeben, stärker auf das Bauchgefühl und die eigenen Fähigkeiten zu hören. Für die Umfrage wurden 1866 Personen befragt.
Viele wünschen sich mehr Mut im Leben, insbesondere bei Entscheidungen, beim Ernstnehmen eigener Bedürfnisse und beim Einschlagen neuer Wege. Mehr als ein Drittel gibt an, es koste Überwindung, «Nein» zu sagen. Rund einem Drittel fällt es schwer, Probleme offen anzusprechen oder Konflikte auszutragen. Ähnlich viele tun sich schwer, für eigene Bedürfnisse einzustehen, Wünsche zu äussern oder um Hilfe zu bitten. Etwa jede vierte Person hat Mühe, fremde Menschen anzusprechen.
Das Gefühl, Lebensträume zu lange aufgeschoben zu haben, ist in den jüngeren und mittleren Altersgruppen stärker verbreitet. Bei den über 65-Jährigen teilen noch 37 Prozent diese Einschätzung. Grosse Lebensentscheidungen werden im Rückblick fast durchwegs positiv beurteilt: Eine grosse Reise bewerten 99 Prozent als sehr oder eher positiv, eine Hochzeit sowie die Gründung oder Erweiterung einer Familie 97 Prozent. Selbst eine Trennung beurteilen 69 Prozent rückblickend sehr oder eher positiv.
Quellen
20 Minuten: Fast jeder zweite Schweizer bereut aufgeschobene Lebensträume
Blick: Jeder zweite Schweizer schiebt seinen Lebenstraum auf