Migros schulte Personal für exaktere Portionsgrössen in Restaurants
Die Migros weist ihre Angestellten in den Restaurants an, die vorgegebenen Schöpfmengen konsequenter einzuhalten. Grund ist eine Analyse, die zeigte, dass rund ein Fünftel der Restaurantabfälle auf den Tellern entsteht.
Eine Untersuchung in 118 Migros-Restaurants ergab, dass das Personal teilweise grosszügiger schöpfte als vorgesehen. Daraufhin definierte die Migros klare Schöpfmengen und schulte das Personal nach, um die in den Rezepturen festgelegten Portionsgrössen einheitlich einzuhalten.
Migros-Sprecher Tobias Ochsenbein betont, dass die Schöpfmengen nicht reduziert und die Preise nicht erhöht wurden. Gäste könnten bei Bedarf jederzeit eine grössere Portion verlangen. Das Unternehmen begründet die Massnahme primär mit dem Kampf gegen Lebensmittelverschwendung, nicht mit finanziellen Gründen.
Die Massnahme folgt auf ein neues Zahlungsprinzip, das die Migros Bern im Restaurant einführte: Gäste zahlen beim Buffet nicht mehr nach Tellergrösse, sondern nach Gewicht. Die Kundenfrequenzen in Migros-Restaurants sind teilweise seit Jahren rückläufig. Seit 2021 schrumpfte die Anzahl der Restaurants und Take-aways von 2039 auf 207. Die Migros plant weitere Schliessungen und will künftig mehr Sandwiches, Fertigsalate und warme Snacks wie Schinkengipfeli anbieten.
Quellen
blue News: Migros will in Restaurants weniger grosszügig schöpfen
Blick: Migros pfeift Restaurant-Köche beim Schöpfen zurück
20 Minuten: Zu grosszügig: Migros schult Personal für exakte Schöpfmengen