Deutschland wird für die Jahre 2027 bis 2029 wieder in den UN-Menschenrechtsrat gewählt
Die UN-Vollversammlung hat Deutschland mit 163 Stimmen in den UN-Menschenrechtsrat gewählt. Die Mitgliedschaft gilt für die Periode 2027 bis 2029.
Die Abstimmung fand in New York statt. Deutschland erhielt deutlich mehr als die notwendige Mehrheit. Deutschland und Irland hatten sich um die beiden Plätze beworben, die Westeuropa zustehen. Da es keine Gegenkandidaten gab, galt die Wahl als sicher. Neben Deutschland und Irland wurden Brasilien, Burundi, die Dominikanische Republik, Ghana, Japan, Kuwait, Jordanien, Nepal, Nigeria, die Republik Moldau, die Ukraine, Uruguay und Sambia gewählt. Das Gremium tagt in Genf.
Deutschland wird zum sechsten Mal Mitglied des vor 20 Jahren gegründeten Menschenrechtsrats. Zuletzt gehörte das Land dem Gremium von 2023 bis 2025 an. Anfang Juni war Deutschland mit seiner Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Bei dieser Abstimmung unterlag es den EU-Staaten Portugal und Österreich. Danach gab es eine Diskussion über den Sinn der hohen deutschen UN-Beiträge.
Bundesaussenminister Johann Wadephul erklärte nach der Wahl, Deutschland werde die Mitgliedschaft nutzen, «um gemeinsam mit unseren Partnern den Menschenrechtsrat zu stärken und den Schutz von Menschenrechten weltweit zu verbessern».
Quellen
blue News: Deutschland kehrt in den UN-Menschenrechtsrat zurück
Nau.ch: Deutschland kehrt in den UN-Menschenrechtsrat zurück