FC Zürich gewinnt 2:1 gegen Luzern – Koller vermisst erfahrene Spieler
Der FC Zürich gewinnt im Letzigrund 2:1 gegen den FC Luzern und bleibt seit fünf Liga-Spielen ungeschlagen. Philippe Kény verwandelt einen Penalty aus dem Stand, Oscar Kabwit verkürzt für die Gäste in der 71. Minute.
Der FC Zürich übernahm früh das Spieldiktat. Kevin Spadanuda hatte bereits in der 3. Minute die erste Chance. Nach einem Foul von Bung Meng Freimann an Umeh Emmanuel im Strafraum verwandelte Philippe Kény den Penalty aus dem Stand zur Führung. Ein Ausgleich von Daniel Mikolajewski vor der Pause zählte wegen Abseits nicht. Luzern kam in der ersten Hälfte kaum zur Geltung. Torhüter Karlo Letica hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel, Matteo Di Giustos Abschluss in der 38. Minute prüfte Silas Huber.
Nach der Pause erhöhte der FCZ auf 2:0: Ein Abschluss von Miguel Reichmuth wurde in der 52. Minute von Freimann unhaltbar für Letica abgefälscht. Danach hatte Luzern seine besten Phasen. Nando Toggenburger scheiterte in der 60. und in der 65. Minute, auch Mio Zimmermann und Lewin Winkler verpassten Chancen. Oscar Kabwit traf in der 71. Minute per Kopf nach einem Eckball von Di Giusto. Emmanuel verpasste kurz darauf die Vorentscheidung. In der Nachspielzeit hatte Pius Dorn eine Topchance, doch Huber wehrte den Ball mit der rechten Schulter ab. Vor 14'216 Zuschauern blieb es beim 2:1.
Trainer Marcel Koller sagte, seine Mannschaft habe in der ersten Halbzeit genügend Möglichkeiten gehabt, es habe aber an Überzeugung und Willen gefehlt. Nach dem Anschlusstreffer sei es «nochmals heiss» geworden, weil die letzte Ruhe fehlte. Erfahrene Spieler würden Ruhe reinbringen, doch Routiniers wie Hack und Walker seien erst kürzlich zurückgekehrt. Zum Penalty von Kény sagte Koller, er habe nicht gedacht, dass dieser ihn im Spiel so ausführen werde. Kapitän Lindrit Kamberi zeigte sich zufrieden mit der Verteidigung in der letzten Situation. Luzerns Matteo Di Giusto bilanzierte: «Die erste Halbzeit war nix von uns, der Rückstand war verdient.» Bei 28 Abschlüssen sei es nicht möglich, dass nur ein Standardtor falle. Trainer Udo Portmann zeigte sich vom Auftritt genervt, Verteidiger Andrejs Ciganiks sagte: «Wir waren naiv.»
Der FC Zürich klettert mit dem Sieg auf Rang 4 der Tabelle. Der FC Luzern empfängt am Samstagabend um 20.30 Uhr den FC Sion. Der FC Zürich spielt am kommenden Sonntag um 14 Uhr auswärts in Bern gegen YB.
Quellen
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