Papst Leo XIV. legt seine Krebserkrankung offen und stösst in der Kirche auf Zustimmung
Papst Leo XIV. ist an Krebs erkrankt und informiert ausführlich über seinen Gesundheitszustand. Nach einer erfolgreichen Operation gelten die Heilungschancen im Frühstadium als gut bis sehr gut.
Laut dem Italien-Korrespondenten Curdin Vincenz ist der Papst zwar krank, aber nicht todkrank. Bemerkenswert sei vor allem, dass die Welt so schnell von der Diagnose erfahre. Vincenz sagte: «Jahrhundertelang galt der Papst als Stellvertreter Gottes auf Erden.» Bisher habe der Vatikan nicht offen über den Gesundheitszustand der Päpste gesprochen.
Simon Spengler, Kommunikationsleiter der römisch-katholischen Kirche im Kanton Zürich, sagte, die Kirche sei zu Recht immer wegen mangelnder Transparenz kritisiert worden, gerade auch im Kontext der sexuellen Missbräuche im Umfeld der Kirche. Der Historiker und Theologe Massimo Faggioli geht davon aus, dass die Krebsdiagnose nachwirken wird, und bezeichnet den Spitalaufenthalt als Zäsur. Noch wisse man wenig über den Gesundheitszustand des Papstes.
Quellen
NZZ: Vom fitten zum kranken Pontifex: warum Leos XIV. Spitalaufenthalt eine Zäsur ist
NZZ: Papst Leo bricht ein Tabu – er spricht offen über seinen Gesundheitszustand
zentralplus: Transparenz kommt in Kirche gut an
zentralplus: Papst Leo bricht mit Geheimniskrämerei