Google startet KI-Modell Gemini 4 Argon weltweit für Entwickler und Abonnenten
Google hat sein neues Flaggschiff-KI-Modell Gemini 4 Argon weltweit veröffentlicht. Das Modell ist ab sofort über die Gemini-API für Entwickler und Unternehmen sowie für zahlende Abonnenten von Google AI Pro und Ultra verfügbar.
Argon ist nach Googles Angaben ein völlig neues Frontier-Modell und keine blosse Modifikation oder ein Fine-Tuning eines älteren Modells. Das Modell wurde auf Googles eigenen Tensor Processing Units trainiert und ist nativ multimodal – es verarbeitet Text, Bilder, Audio und Video als Input und gibt Text aus. Das Kontextfenster umfasst bis zu einer Million Token. Der Knowledge Cutoff liegt im März 2026; durch Live-Websuche können Nutzer aber auch zu aktuellen Themen Fragen stellen.
Google bewirbt Argon besonders für komplexe, mehrstufige Aufgaben in den Bereichen Programmierung, Finanzen, Recht, Cybersicherheit und Wissenschaft. Intern und bei Partnern habe das Modell bereits in Googles Entwicklungsumgebung Antigravity zum Einsatz kommen – dort hätte es KI-gestützte Code-Einreichungen um mehr als 35 Prozent gesteigert, während Rollbacks um knapp ein Drittel sanken. Das Chrome-Team konnte damit einen rund 6 Millionen Zeilen umfassenden Altlasten-Ordner für die Webseiten-Verarbeitung innerhalb weniger Wochen statt Monaten isolieren.
Im Bereich IT-Sicherheit weitet Google das Fairwind-Programm ab sofort auf hunderte weitere Partner aus. Der Sicherheitsdienstleister Wiz nutzte das Modell in vorherigen Tests, um komplexe Sicherheitslücken aufzuspüren und Fehler zu beheben. In der wissenschaftlichen Forschung unterstützte Argon mathematische Berechnungen im Bereich der Kernfusion an der University of Maryland; bei AlphaQubit verdoppelte sich der Durchsatz bei der Quanten-Fehlerkorrektur nahezu.
Im Vergleich zu Gemini 3.1 Pro soll Argon ungerechtfertigte Verweigerungen von Anfragen reduzieren und Ablehnungen in einem «nicht-belehrenden» Tonfall formulieren. Google nennt als bekannte Limitierungen typische Fehler wie Halluzinationen sowie gelegentliche Langsamkeit oder Timeout-Probleme. Nach Googles Angaben ist Argon der Konkurrenz GPT-6 Astra von OpenAI sowie Claude Fable 5.1 und Opus 5.5 von Anthropic in zahlreichen Benchmarks überlegen.
Quellen
futurezone: Google startet mit neuem KI-Modell Gemini 4 Argon
Caschys Blog: Google: Gemini 4 Argon startet für Entwickler und Abonnenten