Graber und Ruppen kandidieren für Parmelins Nachfolge – Aeschi noch ohne Entscheid
Die SVP Oberwallis schickt den Walliser Staatsrat Franz Ruppen und den Walliser Nationalrat Michael Graber ins Rennen um die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin. Der Zuger Nationalrat Thomas Aeschi ist von der SVP Kanton Zug nominiert, hat sich aber noch nicht entschieden.
Die Meldefrist für die Bundesratsersatzwahl lief am Freitag um 12 Uhr ab. An einer Medienkonferenz in Bern stellte die SVP Oberwallis die beiden Kandidaten vor. Graber hatte seine Kandidatur zuvor gegenüber dem Tages-Anzeiger bestätigt. Der 55-jährige Ruppen ist seit 2021 Walliser Staatsrat und war zuvor sechs Jahre Nationalrat. Der 45-jährige Graber ist seit 2021 Nationalrat. Er sagte: «Ich bin ein sicherer Wert in unsicheren Zeiten.»
Der Zürcher Nationalrat Thomas Matter (60) verzichtet auf eine Kandidatur. Er habe der Parteileitung mitgeteilt, dass er angesichts der Tragweite der Entscheidung und der kurzen Meldefrist darauf verzichten wolle. Die Parteileitung der SVP Zürich bedauerte den Entscheid und hätte sich einen anderen gewünscht. Der bevölkerungsreichste Kanton ist seit vier Jahren nicht mehr in der Landesregierung vertreten; der letzte Bundesrat aus Zürich war Ueli Maurer (SVP). Zuvor hatte bereits Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli abgesagt.
Die SVP Kanton Zug hat Thomas Aeschi zuhanden der Findungskommission als Kandidaten für die Ersatzwahl vom 9. Dezember 2026 nominiert. Aeschi ist Fraktionspräsident der SVP Schweiz. Gegenüber SRF bestätigte er, dass man seine Nomination als fehlendes Nein zu einer Kandidatur interpretieren könne. Er wolle nun in sich gehen und die nötigen Gespräche führen; den Entscheid kommuniziere er in den nächsten Wochen. Damit verpasste er die parteiinterne Frist, die bis am Freitagmittag gelaufen war.
Graber war im Bundeshaus zuletzt durch ein Handgemenge mit Bundespolizisten aufgefallen, das sich am Rande eines Besuchs des ukrainischen Parlamentspräsidenten Ruslan Stefantschuk ereignete. Aeschi war daran ebenfalls beteiligt. Graber hatte sich zuvor gegen ein neues Klimagesetz eingesetzt. Ruppen ist als Wolfsgegner bekannt. Bereits zuvor hatten sich Céline Amaudruz (GE), Rémy Wyssmann (SO), Pierre Alain Schnegg (BE) und Marco Chiesa (TI) für eine Bundesratskandidatur entschieden. Die Ersatzwahl findet am 9. Dezember 2026 statt.
Quellen
20 Minuten: Nachgefragt: Schadet Amherds F35-Skandal den Walliser Kandidaten?
20 Minuten: Kampf gegen Wolf und für Weinbranche: So tickt Franz Ruppen
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SRF News: Nachfolge von Guy Parmelin – Frist abgelaufen: Diese Kandidaten gehen ins Bundesratsrennen
Blick: «Ich bin ein sicherer Wert in unsicheren Zeiten»
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blue News: Oberwalliser SVP schickt Graber und Ruppen ins Bundesrats-Rennen
Tages-Anzeiger: Medienkonferenz im Liveticker: Gleich zwei Kandidaten aus dem Oberwallis: Auch Franz Ruppen kandidiert
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20 Minuten: Graber will Bundesrat werden – gibt es Walliser Doppelkandidatur?
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zentralplus: BR: Graber kandidiert, Aeschi überlegt
Nau.ch: Nationalrat Michael Graber kandidiert für den Bundesrat
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