Russische Raketen treffen Kiew – Ukraine beklagt erneut fehlende Vorwarnungen der Verbündeten
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist erneut von ballistischen Raketen aus Russland getroffen worden. Die ukrainische Staatsführung beklagt, dass die Verbündeten Kiew auch diesmal nicht vorher gewarnt haben, obwohl dies sonst üblich ist – bereits zum zweiten Mal in Folge.
Nach Auslösung des Luftalarms am späten Abend seien schon die ersten Explosionen in der Millionenmetropole zu hören gewesen. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko sei ein neunstöckiges Wohngebäude getroffen worden und in Flammen aufgegangen. Es gab mindestens 2 Tote und mehr als 20 Verletzte.
Der ukrainische Präsidentenberater Dmytro Lytwyn sagte, dass die internationalen Partner auch diesmal keine Warnhinweise auf einfliegende Raketen gegeben hätten. Die ukrainische Luftwaffe bestätigte dies. Die Raketen seien erst im Anflug auf Kiew von den Radaren entdeckt worden, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die Ukraine verlässt sich in ihrem seit 2022 andauernden Abwehrkampf gegen Russland bislang vor allem auf Aufklärungsdaten des US-Militärs und anderer Nato-Mitgliedsstaaten.
Weil es den ukrainischen Streitkräften nach viereinhalb Jahren Krieg an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland die Angriffe auf Kiew und andere Städte verstärkt. Als effektivste Abwehr gegen ballistische Raketen gelten die von den USA produzierten Patriot-Systeme. Die ukrainische Armee hat mehrere davon, aber nicht genügend Munition. Die US-Regierung bestritt zuletzt Vorwürfe aus Kiew, wonach militärische Informationen nicht mehr mit den Ukrainern geteilt würden.
Quellen
blue News: Raketen treffen Kiew – Selenskyj beklagt fehlende Vorwarnung
Nau.ch: Raketen treffen Kiew - Ukrainer beklagen fehlende Vorwarnung
blue News: Raketen treffen Kiew – Ukrainer beklagen fehlende Vorwarnung
zentralplus: Selenski beklagt fehlende Warnungen
Blick: Liefern die USA der Ukraine keine Geheimdienst-Infos mehr?