Schweizer Nati schlägt Israel 2:0 und zieht ins WM-Playoff-Finale ein
Die Schweizer Fussballnationalmannschaft der Frauen hat das Rückspiel der WM-Qualifikation gegen Israel in Sion mit 2:0 gewonnen und steht im Playoff-Final. Mit dem Gesamtresultat von 9:3 aus beiden Partien trifft sie Ende November auf Österreich.
Iman Beney traf in der 30. Minute nach einer Flanke von Géraldine Reuteler per Kopf zur Führung. Julia Stierli erzielte in der Nachspielzeit (93. Minute) das 2:0 mit einem direkt verwandelten Freistoss aus rund 22 Metern. Israel kam laut Quellen nur zu zwei Torschüssen. Die Schweizerinnen taten sich im Abschluss schwer: Oft wurde vor dem Tor die Mitspielerin statt der Abschluss gesucht.
Politisch war das Spiel aufgeladen. Ex-Nationalspielerin Noa Schärz hatte den Schweizer Fussballverband (SFV) in einer Mail zu einem Boykott aufgefordert; einen Boykott gab es nicht. Der SFV hatte im Vorfeld klargestellt, dass nur die Fahnen der beiden teilnehmenden Teams zugelassen sind. Trotzdem wurde im Stadion während der israelischen Hymne eine palästinensische Fahne gezeigt, später auch eine grössere Palästina-Fahne sowie Pyros. Die Security schritt laut Berichten lange nicht ein.
Für die Schweiz geht es Ende November in der 2. Playoff-Runde gegen Österreich weiter. Die ÖFB-Frauen gewannen ihr Spiel gegen Kosovo mit 4:0, das Hinspiel in Österreich hatten sie mit 2:1 für sich entschieden. Setzt sich die Schweiz erneut durch, ist das WM-Ticket für die Endrunde 2027 in Brasilien gesichert.
Quellen
Blick: WM rückt für Nati in greifbare Nähe
Nau.ch: Schweizer Nati schlägt Israel in WM-Quali-Playoff – Proteste in Sion
20 Minuten: Trotz Verbot: Fans zeigen riesige Palästina-Fahne – Nati siegt