Zürcher Passagier muss nach Einsprache keine ZVV-Busse bezahlen
Ein Zürcher Passagier muss keine Busse von 35 Franken bezahlen und kommt nicht ins Schwarzfahrer-Register. Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) verzichtet nach einer Einsprache auf die Forderung, nachdem das Bundesamt für Verkehr (BAV) den Zuschlag als nicht gerechtfertigt beurteilt hat.
Auslöser war eine Fahrt von Küsnacht über Stadelhofen nach Rüdlingen im März 2026. Weil der Bus verspätet war, verpasste der Mann in Stadelhofen den Anschlusszug und nahm den nächsten, den ihm die App anzeigte. Dafür wäre eine Zone mehr nötig gewesen, das Billett hätte 1.10 Franken mehr gekostet. Die Billettkontrolle stellte deshalb «Fahren ohne gültigen Fahrausweis» fest und verlangte einen Zuschlag von 70 Franken, was einen Eintrag im Schwarzfahrer-Register zur Folge gehabt hätte.
Der Passagier wollte weder die Busse noch den Eintrag akzeptieren. Der ZVV war bereit, den Zuschlag aus Kulanz zu halbieren, was dem Mann jedoch nicht genügte. Er schaltete die Ombudsstelle ein und zog schliesslich vor den Friedensrichter.
Der ZVV nahm daraufhin Kontakt mit dem BAV auf und schilderte den Fall. Das BAV kam zu einer anderen Einschätzung als der Verkehrsverbund und erachtete die Auferlegung eines Zuschlags gegenüber dem Kläger als nicht gerechtfertigt. Wie der ZVV bestätigt, verzichtet er deshalb auf die Forderung. Ein Eintrag im Register «SynServ» erfolgt somit nicht.
Quellen
Tages-Anzeiger: Nach Einsprache: Passagier gewinnt Bussen-Streit gegen den ZVV
Nau.ch: Zürcher Passagier gewinnt Bussen-Streit gegen den ZVV