19-Jährige Schweizerin ertrinkt in Nicaragua – Arbeitgeber trauert um Mitarbeiterin
Eine Schweizerin ist am 9. Oktober in Nicaragua ums Leben gekommen, als das Auto, in dem sie sass, von Fluten mitgerissen wurde. Ihr Arbeitgeber äussert sich nun zum tragischen Unfall.
Die junge Frau aus Zürich war gemeinsam mit einer Französin und einer Nicaraguanerin in einem Pickup unterwegs, als der Fahrer versuchte, den Fluss Nahualapa im Departement Chinandega zu durchqueren. Das Fahrzeug wurde von der starken Strömung erfasst und mitgerissen. Die drei Frauen blieben im sinkenden Wagen eingeschlossen und ertranken. Der mexikanische Fahrer sowie zwei weitere Insassen konnten sich unverletzt befreien.
Die Schweizerin absolvierte ein einjähriges Praktikum im Videolabor «petitgregoire» in Zürich und hatte kurz zuvor die Fachmittelschule abgeschlossen. Ihr Arbeitgeber schreibt: «Wir sind niedergeschmettert und fassungslos über den plötzlichen Unfalltod. Sie war ein Sonnenschein und ist uns fast wie eine Tochter ans Herz gewachsen. Wir werden sie für immer vermissen.» Die junge Frau interessierte sich leidenschaftlich für Kunst, Theater, Musik und Film. Im Winter arbeitete sie als Snowboardlehrerin.
Der Unfall ereignete sich gegen 1 Uhr morgens. Starke saisonale Regenfälle führten dazu, dass der Fluss besonders viel Wasser führte. Die nicaraguanischen Behörden untersuchen die genauen Umstände des Unfalls, insbesondere die Frage, weshalb sich drei Insassen retten konnten, während die drei Frauen eingeschlossen blieben. Die Ergebnisse sind entscheidend dafür, ob die Staatsanwaltschaft gegen den Fahrer wegen fahrlässiger Tötung vorgeht.
Quellen
20 Minuten: N. (20) war «ein Sonnenschein» – jetzt spricht ihr Arbeitgeber
Nau.ch: Nach Unfall in Nicaragua: Arbeitgeber trauert um Schweizerin (†19)