Dortmund-Profis duschen nach 2:1 in Baku nicht im Stadion, sondern im Hotel
Die Profis von Borussia Dortmund haben nach dem 2:1-Sieg beim FK Sabah in der Champions League in Baku auf die Dusche im Stadion verzichtet und sich im Mannschaftshotel gewaschen.
Die Tore zum 2:1 erzielte Serhou Guirassy mit einem Doppelpack. Nach dem Schlusspfiff verliessen die Spieler um Nationalgoalie Gregor Kobel das Olympiastadion direkt in Richtung Mannschaftsbus. Trainer Niko Kovac sagte nach dem Spiel: «Uns wurde gesagt, dass wir hier nicht duschen sollen, sondern im Hotel.» Bereits nach dem Abschlusstraining am Montag hätten die Dortmunder auf eine Dusche im Stadion verzichtet.
Sportdirektor Ole Book äusserte sich zunächst humorvoll: Die Duschen im Hotel seien «etwas einladender» gewesen. Auf Nachfrage ergänzte er: «Der Duschbereich hier ist nicht ganz so schick.» Laut Berichten steckt dahinter aber mehr als mangelnder Komfort. Die Sorge gilt möglichen Legionellen im Wassersystem, da das Olympiastadion in Baku nur selten genutzt wird. Die Bakterien können über fein zerstäubtes Wasser eingeatmet werden und schwere Lungenentzündungen verursachen. Ein tatsächlicher Befall ist nicht bestätigt. Der BVB entschied sich deshalb vorsorglich für den Spa-Bereich des Mannschaftshotels, den die Spieler bereits für die Regeneration reserviert hatten.
Auf Seiten des Gegners stiess der Verzicht auf Unverständnis. Sabah-Profi Joy-Lance Mickels sagte: «Ich weiss nicht, was das Problem ist – ich will dem BVB nichts unterstellen.» Seine Mannschaft habe sich erst in der Vorwoche vor dem Spiel gegen Slavia Prag in Baku geduscht. Die Duschen seien in Ordnung, auch das Wasser sei nicht kalt.
Quellen
20 Minuten: Ekel-Alarm – BVB-Stars flüchten ohne zu duschen aus dem Stadion
Nau.ch: Champions League: BVB haut nach Spiel in Baku ab, ohne zu duschen!
Tages-Anzeiger: Auswärtsspiel in Aserbaidschan: Die Dortmund-Stars um Kobel gehen nach dem Spiel nicht duschen
Blick: «Uns wurde gesagt, dass wir nicht duschen sollen»
blue News: Dusch-Wirbel nach Sieg: Dortmund-Stars verlassen Stadion zügig