Hackerangriff auf Schweizer Onlinehändler Offerz – Daten von 115'000 Kunden betroffen
Der Schweizer Onlinehändler Offerz ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Unbekannte verschafften sich in der Nacht vom 7. Oktober Zugang zu sensiblen Daten von rund 115'000 Kunden, der Angriff wurde erst zwei Tage später entdeckt.
Die Hacker drangen in eine Testumgebung des Onlineshops ein, in der sich eine Kopie der Bestelldaten aus dem Januar 2026 befand. Betroffen sind Namen, Wohn- und E-Mail-Adressen, Telefonnummern, IP-Adressen sowie Angaben zum Zahlungsmittel. Passwörter und Zahlungsdaten waren laut Offerz nicht betroffen. Das Unternehmen kann nicht gesichert nachweisen, ob die Daten tatsächlich abgeflossen sind, geht aber vorsorglich davon aus.
Offerz räumte Sicherheitsfehler ein: Eine Kopie der Bestelldaten sei bei technischen Arbeiten erstellt und in einem Cloud-Speicher abgelegt worden, auf den die Testumgebung Zugriff hatte. Die Datei hätte nach Abschluss der Arbeiten gelöscht werden müssen. Ein externer IT-Dienstleister war für den Betrieb der Server und die Programmierung zuständig.
Das Unternehmen deaktivierte die betroffene Testumgebung, sperrte Zugänge und überprüfte die übrigen Systeme. Es führte eine Passwort-Reset-Pflicht ein, wonach Kunden beim nächsten Login ihr Passwort zurücksetzen müssen. Offerz erstattete Strafanzeige und informierte den Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (Edöb) sowie das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs). Das Unternehmen warnte ausdrücklich vor möglichen Betrugsversuchen.
Quellen
Nau.ch: Hackerangriff auf Offerz: 115'000 Kundendaten betroffen
Blick: Hackerangriff auf Schweizer Onlinehändler – Daten von 115'000 Kunden möglicherweise gestohlen