Leerwohnungsquote im Kanton Zürich steigt – Mieten wachsen langsamer
Der Zürcher Wohnungsmarkt zeigt nach Jahren der Knappheit erste Entspannungstendenzen. Die Leerwohnungsquote ist gestiegen und die Mietpreise wachsen deutlich langsamer als noch 2024.
Die Leerwohnungsquote im Kanton Zürich stieg von 0,48 auf 0,52 Prozent, wie aus dem Immobilienbarometer der Zürcher Kantonalbank (ZKB) für das dritte Quartal 2026 hervorgeht. Die Zahlen basieren auf der Leerwohnungszählung des Bundesamts für Statistik (BFS) mit Stichtag 1. Juni. Schweizweit sank die Quote hingegen von 1,01 auf 0,93 Prozent.
Bei den Angebotsmieten liess der Preisdruck nach. In der Stadt Zürich beträgt der monatliche Anstieg noch 1,5 Prozent, nachdem die Wachstumsraten 2024 zeitweise mehrfach über 10 Prozent gelegen hatten. Die ZKB führt die Entspannung auf die geringere Zuwanderung und die wieder anziehende Bautätigkeit zurück.
Beim Wohneigentum zeigt sich ein anderes Bild: Die Eigenheimpreise im Kanton Zürich stiegen im dritten Quartal um 1,6 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die ZKB einen Preisanstieg von 2,5 Prozent, für 2027 von 2,0 Prozent. Schweizweit dürfte sich das Preiswachstum von 4,0 auf 2,5 Prozent abschwächen.
Die Bank rechnet wegen steigender Energiekosten mit höheren Leitzinsen im kommenden Jahr. Dadurch dürfte der hypothekarische Referenzzinssatz in der zweiten Jahreshälfte 2027 wieder steigen, was sich erhöhend auf die Mieten bestehender Wohnungen auswirken könnte.
Quellen
Tages-Anzeiger: Studie zum Wohnungsmarkt: «Mögliche Trendwende»: Die Zeit rasant steigender Mieten scheint vorerst vorbei
NZZ: Die ZKB erkennt auf dem Zürcher Wohnungsmarkt erste Anzeichen einer Trendwende in Richtung Entspannung – auch dank KI
Nau.ch: Zürcher Wohnungsmarkt zeigt erste Anzeichen von Entspannung