Iran hält neue US-Angriffe vor den Kongresswahlen für möglich
Der Iran hält trotz gegenteiliger Aussagen von US-Präsident Donald Trump neue Angriffe noch vor den Kongresswahlen Anfang November für möglich.
Der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, Hussein Mohebi, sagte in einem Interview, ein solches Angriffsszenario sei eine «durchaus realistische Möglichkeit, da die Trump-Regierung vor den Midterms einen Erfolg vorweisen muss». Die Islamische Republik sei auf ein solches Szenario vorbereitet.
Trump hatte am vergangenen Donnerstag dementiert, den Iran vor den Kongresswahlen angreifen zu wollen. Die US-Regierung führe «konstruktive Gespräche» mit Teheran. Die iranische Führung misstraut Trump jedoch und verweist auf Angriffe, die während früherer Verhandlungen erfolgt waren. Zuletzt war die Sorge vor einer erneuten Eskalation gestiegen. Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatten vergangene Woche über eine mögliche neue grossangelegte Militärkampagne gegen den Iran gesprochen.
In israelischen Medien gibt es widersprüchliche Darstellungen über die Absprachen der beiden Verbündeten. Einem Bericht zufolge soll Washington Israel zu einem Alleingang gegen den Iran gedrängt haben. Einem anderen Bericht zufolge hätten US-Vertreter dagegen den Eindruck gewonnen, dass Netanjahu selbst Trump zu neuen Angriffen bewegen wollte.
Ende Februar hatten die USA und Israel ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Der Konflikt ist bis heute ungelöst, und die Verhandlungen stecken seit Monaten in der Sackgasse. Im Juni hatten sich Teheran und Washington eigentlich auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für eine dauerhafte diplomatische Lösung ebnen sollte. Im Mittelpunkt des Konflikts steht zuletzt vor allem die Strasse von Hormus.
Quellen
Nau.ch: Iran hält US-Angriff vor Kongresswahlen für möglich
blue News: Iran hält US-Angriff vor Kongresswahlen für möglich