Portal löscht Todesanzeigen für zwei lebende Aargauer Brüder und entschuldigt sich
Die Betreiberin des Portals todesanzeigenportal.ch, die Famads AG, hat nach einem Hinweis des Vaters die fälschlichen Todesanzeigen zu zwei lebenden Brüdern aus dem Aargau gelöscht. Ursache sei ein technischer Fehler bei der Auswertung einer Datenquelle gewesen.
Die beiden Buben, sieben und zwölf Jahre alt, wohnen im Bezirk Baden im Kanton Aargau. Auf dem Portal waren sie als verstorben aufgeführt. Die Anzeigen erschienen am Dienstag.
Der Vater der Kinder habe die Betreiberin auf die Panne aufmerksam gemacht. Nach dem Löschen der Einträge habe sich das Unternehmen bei ihm «in aller Form für den Fehler» entschuldigt.
Die Verantwortlichen sprechen von einem «äusserst ärgerlichen technischen Fehler bei der Auswertung einer Quelle». «Das darf nicht passieren», heisst es. Laut Betreiberfirma wurde eine fehlerhafte Datenquelle verarbeitet, und der Fehler sei bei einer Kontrolle nicht entdeckt worden.
Das Portal umfasst nach Angaben des Unternehmens inzwischen rund zwei Millionen Einträge. Ein solcher Fall sei neu.
Quellen
Tages-Anzeiger: Falschmeldung bei Onlineportal: Vater entdeckt Todesanzeigen seiner beiden lebenden Söhne
20 Minuten: «Darf nicht passieren»: Portal erklärt Brüder (7 und 12) für tot
blue News: Aargauer Brüder (7 und 12) werden im Internet für tot erklärt – aber sie leben
Blick: Doch die beiden Kinder leben!