Bernerin Jessica Paulo erklärt auf Instagram, warum sie «Ave Maria» nicht singt

Die 20-jährige Bernerin Jessica Paulo begründet auf Instagram, weshalb sie bei «The Voice of Germany» das Lied «Ave Maria» nicht singen wollte. Die Kritik an der katholischen Kirche sei nicht beabsichtigt gewesen.

Paulo schreibt, das, was sie gesagt habe, sei «keineswegs dazu gedacht», die katholische Kirche abzuwerten. Sie habe deutlich machen wollen, was in der Bibel stehe: «Es gibt nur einen Mittler zwischen Gott und den Menschen, und das ist Jesus Christus». Im Lied werde Maria, die Mutter von Jesus, angebetet, sie selbst bete aber nur zu Jesus. Wenn jemand denke, sie wolle Maria abwerten oder respektlos über sie sprechen, sei das «ganz und gar nicht der Fall». Es gehe nicht darum, über die Kirchen zu diskutieren. «Letztendlich ist es nicht die Kirche, die uns rettet, sondern Jesus Christus.» Zu ihrer eigenen Kirche äusserte sie sich nicht.

In der Show hatte Paulo erklärt, sie sei evangelisch und das Lied sei katholisch. Ihr Duett-Partner, der Tenor Hank (46), wollte das Stück singen und sagte: «Ich will einfach nur Musiker sein und kein Prediger». Coach Shirin David (31) zeigte sich nach eigenen Worten «komplett schockiert» und liess die beiden nacheinander solo auftreten. Paulo sang «Gratitude» von Brandon Lake, Hank «The Sound of Silence» von Simon & Garfunkel. Beide kamen in die nächste Runde. Die Coaches Michi Beck und Nico Santos kritisierten die Solo-Auftritte.

Bereits bei den Blind Auditions hatte Paulo einen religiösen Song gesungen: «Oceans» von Hillsong United. Die australische Worshipband entstand Ende der 1990er-Jahre in der Hillsong Church in Sydney und gehört organisatorisch zur Hillsong-Bewegung, einer grossen pfingstlich-evangelikalen Freikirchenbewegung.

Quellen

Blick: Gläubige Bernerin Jessica Paulo will «Ave Maria» nicht singen

20 Minuten: «Ave Maria» nicht performt: Bernerin erklärt ihre Verweigerung

20 Minuten: Bernerin (20) weigert sich, «Ave Maria» zu singen

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