Krawalle in Bilbao bei Protest gegen rechten Influencer: 19 Festnahmen
Bei einem Protest gegen einen Auftritt des rechtspopulistischen Influencers Vito Quiles ist es in Bilbao zu schweren Unruhen gekommen. Die Polizei des Baskenlandes nahm 19 Menschen fest, darunter sieben Minderjährige.
Auslöser war eine Demonstration selbst ernannter Antifaschisten vor der Universität Deusto, wo Quiles am Montagabend auftreten sollte. Er sagte die Veranstaltung kurz vorher aus Sicherheitsgründen ab. Anschliessend zogen Hunderte randalierend durch die Stadt. Sie setzten ein Polizeimotorrad, ein halbes Dutzend weitere Fahrzeuge und zahlreiche Müllcontainer in Brand, warfen Steine und Feuerwerkskörper auf Beamte und griffen eine Polizeiwache an. Zudem wurden Läden zerstört und geplündert.
Die Universität Deusto schloss ihren Campus am Nachmittag vorsorglich und stellte den Lehrbetrieb ein. Die Proteste in Bilbao ereigneten sich zwei Tage nach gewaltsamen Zusammenstössen bei einer Studentenkundgebung in Barcelona, bei denen mindestens 128 Menschen festgenommen und mehrere Geschäfte angegriffen worden waren.
Der baskische Regierungschef Imanol Pradales verurteilte die Ausschreitungen als «inakzeptabel». Sicherheitsminister Bingen Zupiria sagte, es entstehe der Eindruck, dass einige die gewalttätigen Aktionen in anderen Teilen Europas nachahmen wollten.
Der 26-jährige Quiles hat im Netz Millionen Follower. Er kandidierte 2024 bei der Europawahl auf der Liste der rechtspopulistischen Partei Se Acabó la Fiesta (SALF) des Europaabgeordneten Alvise Pérez.
Quellen
Nau.ch: Krawalle bei Protest gegen rechten Influencer in Spanien
Tages-Anzeiger: Brennende Autos in Bilbao: Krawalle bei Protest gegen rechten Influencer in Spanien
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