UBI rügt SRF-Dok «Ist Geld Männersache?» wegen fehlerhafter Recherche
Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hat eine Beschwerde gegen die Dok-Sendung «Ist Geld Männersache?» und den dazugehörigen Online-Artikel gutgeheissen. Sie sieht das Sachgerechtigkeitsgebot verletzt.
Die UBI entschied an ihren öffentlichen Beratungen vom Donnerstag mit 8 zu 1 Stimmen. Die Sendung wurde am 1. März 2026 ausgestrahlt, der gleichnamige Online-Artikel folgte am 11. März 2026. Der Beschwerdeführer hatte gerügt, die Sendung genüge ihren selbst deklarierten wissenschaftlichen Ansprüchen nicht. Einzelfälle würden aktivistisch instrumentalisiert, Daten unzulässig interpretiert und Studienergebnisse sowie Zahlen teilweise falsch wiedergegeben.
Die UBI kam zum Schluss, der Film sei unsorgfältig recherchiert und in zu vielen Aussagen fehlerhaft gewesen. Dem Publikum habe deshalb keine eigene Meinung gebildet werden können, weil der These widersprechende Aspekte und eine Einordnung der Zahlen für die Schweiz gefehlt hätten. Die Beschwerde betrifft sowohl die Sendung als auch den Online-Artikel.
Abgewiesen wurden dagegen drei Beschwerden wegen einer angeblichen Verletzung der christlichen Osterwürde. Beanstandet worden waren die Ausstrahlung der «Kleinen Niederdorfoper» am Karfreitag sowie zwei «Sternstunde»-Ausgaben am Ostersonntag. Zwei der drei Sendungen hätten das Christentum gar nicht thematisiert, und in der «Sternstunde Philosophie» sei respektvoll mit dem Bedeutungsverlust des traditionellen Gottesglaubens umgegangen worden. Ebenfalls abgewiesen wurden zwei Beschwerden gegen Ausgaben des «Club» zum Krieg im Iran; eine Verharmlosung des Kriegsleids sei nicht ersichtlich gewesen.
Quellen
20 Minuten: «Ist Geld Männersache?»: Beschwerde gegen SRF-Dok gutgeheissen
Nau.ch: Rüge für SRF-Dok: UBI beanstandet Sendung über Frauen und Geld
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