Streit in der St. Galler Altstadt: Polizei sperrt Gassen ab und evakuiert Bars
Nach einer Auseinandersetzung in der St. Galler Altstadt hat die Polizei am Donnerstagabend die Metzger- und Kirchgasse gesperrt. Ein 36-jähriger Mann wurde leicht verletzt, eine Schusswaffe fand die Polizei nicht.
Kurz nach 21.20 Uhr ging bei der Stadtpolizei St. Gallen die Meldung über einen Streit in einer Liegenschaft an der Metzgergasse ein. Der leicht verletzte 36-jährige Mann gab an, mit einem Revolver geschlagen worden zu sein. Da sich der mutmassliche Täter noch im Gebäude befinden sollte, rückten mehrere Patrouillen, die Sondereinheit und die Verhandlungsgruppe aus.
Die Metzger- und Kirchgasse wurden gesperrt, Gäste aus den umliegenden Bars und Lokalen mussten diese verlassen. Eine 37-jährige St. Gallerin, die mit rund 15 Personen in einer Bar war, berichtete, zuerst habe man das Lokal nicht verlassen dürfen, dann seien immer mehr Polizisten aufgetaucht. Die Gäste seien nacheinander evakuiert worden. Die Stimmung sei zunächst locker gewesen, einige Anwesende seien bereits angetrunken gewesen. Der Einsatz habe sich lange hingezogen. Die Betroffenen hätten sich mehr Informationen gewünscht; die Polizei habe aus ihrer Sicht jedoch ruhig und professionell gehandelt.
Kurz vor Mitternacht hielt die Polizei einen 51-jährigen Nordmazedonier an. Die Abklärungen ergaben, dass er den 36-Jährigen mutmasslich mit einem Karabinerhaken geschlagen hatte. Der Gegenstand wurde sichergestellt. Da bislang keine Anzeige eingegangen ist und es sich um ein Antragsdelikt handelt, wurde der Mann nach den polizeilichen Abklärungen wieder entlassen. Weitere Massnahmen seien derzeit nicht vorgesehen.
Quellen
20 Minuten: Revolver-Verdacht löst Grosseinsatz aus – Bars evakuiert
Blick: Streit in St. Galler Altstadt – eine Person verletzt
Mehr auf Newsmag
Grünen-Präsidentin Mazzone geht auf Distanz zu Amaudruz und will Kandidierende anhören
Cassis führt nach Nordkorea auch Gespräche in Seoul – Büro kostet 900’000 Franken pro Jahr
FBI ruft Firmen auf, Ein- und Auszahlungen bestimmter Adressen zu blockieren
Nach dem Zugunglück bei Urda ist die Hälfte der Todesopfer identifiziert
