Avivo fordert vor dem Bundeshaus ein zweijähriges Moratorium für Krankenkassenprämien
Die Vereinigung Avivo hat am Freitagmorgen vor dem Bundeshaus gegen die steigenden Krankenkassenprämien demonstriert und ein zweijähriges Prämien-Moratorium gefordert.
Unter dem Ruf «Wir haben genug davon» versammelten sich Mitglieder von Avivo in Bern und wiesen auf ihre sinkende Kaufkraft hin. Co-Präsidentin Béatrice Métraux, eine ehemalige Waadtländer Staatsrätin, sagte gegenüber Keystone-SDA: «Seit 20 Jahren steigen die Prämien um fast 140 Prozent; das ist enorm.» Niemand habe in einem Jahr eine entsprechende Lohnerhöhung erlebt. Zu den Prämien kämen noch die Kosten für Miete und Verkehr hinzu.
Die geforderten zwei Jahre sollen Politiker, Parlament und Bundesrat Zeit geben, sich an einen Tisch zu setzen und die besten Mittel zur Begrenzung des Anstiegs zu beraten. Man wolle dabei keine Einschränkung der medizinischen Versorgung und ihrer Qualität. Die Versicherungen verfügten laut Métraux über ausreichende Reserven; zudem gebe es Möglichkeiten, über eine Senkung der Arzneimittelpreise zu diskutieren.
Avivo setzt auf ihre Mitglieder im National- und Ständerat. Diese sollen parlamentarische Vorstösse einreichen und sich zwei Jahre lang für Gespräche einsetzen. Métraux erklärte zudem, die Politik werde reagieren müssen, wenn die Bevölkerung weiterhin demonstriere.
Im September hatte Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider angekündigt, dass die Krankenkassenprämien in der Schweiz im Durchschnitt um 5,0 Prozent steigen werden.
Quellen
Nau.ch: Rentner fordern zweijähriges Moratorium für Krankenkassenprämien
blue News: Rentner fordern zweijähriges Moratorium für Krankenkassenprämien
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