Hacker wollten Kühlräume französischer Blutlager auf 110 Grad aufheizen
Hacker wollten in Frankreich Kühlräume von Blutlagern auf bis zu 110 Grad aufheizen. Ein Techniker bemerkte den Temperaturanstieg rechtzeitig, und nach Angaben des Blutspendedienstes EFS hat der Vorfall keine Folgen für die medizinische Versorgung.
Kurz gesagt
- Die Angreifer sollen über den Dienstleister Coolworld in die Fernwartung eingedrungen sein, der Proben für den Blutspendedienst EFS aufbewahrt.
- Nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums bemerkte das Personal den nächtlichen Temperaturanstieg rechtzeitig, die Lage sei unter Kontrolle.
- Wer hinter dem Angriff steckt und wie die Täter in die Systeme gelangten, ist noch unklar.
- Blutspende Schweiz kennt bislang keine Angriffe auf hiesige Blutspendedienste; eine Meldepflicht besteht innert 24 Stunden.
Hintergrund
Seit Oktober kommt es in Europa zu einer Serie von Angriffen auf vernetzte Kühlanlagen. In Deutschland, Schweden, Belgien und Irland manipulierten Kriminelle die Kälteanlagen hunderter Supermärkte, sodass Ware verdarb und Millionenschäden entstanden. Der Angriff auf Frankreich richtete sich gegen Kühlkammern, in denen Spenderproben und Blutplasma gelagert werden. Sicherheitsexperten vermuten am ehesten staatliche Akteure hinter den Angriffen, Lösegeldforderungen sind bislang keine eingegangen.
So hat sich das Thema entwickelt
- 4. Nov. 2026: Hacker greifen Kühlräume mit Blutspenden in Frankreich an
- 5. Nov. 2026: Blutspendedienst EFS: Angriff traf drei Kühleinrichtungen für Blutplasma
Wo sich die Quellen unterscheiden
20 Minuten schreibt am 4. November, Schweizer Supermarktketten hätten bereits Angriffe verzeichnet. SRF News nennt dagegen keine bekannten Cyberangriffe auf Kühlsysteme in Schweizer Supermärkten.
Artikel zum Thema
20 Minuten: Hacker zielen auf Spenderblut: So ist die Schweiz gewappnet
SRF News: Hintergründe unklar – Hackerangriff auf Kühlsysteme: Blutbanken in Frankreich betroffen
Tages-Anzeiger: Nach Angriff auf Kühlschränke: Frankreich wehrt Cyberangriff auf drei Blutlager ab
heise online: Nach Gefriertruhen-Attacken: Jetzt Blutbank-Kühlung im Visier
20 Minuten: Jetzt nehmen die Hacker Blutspenden ins Visier
blue News: Hacker drehen Kühlräume mit Blutplasma auf 110 Grad
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