Knapp ein Drittel der Baselbieter Kinder braucht vor dem Kindergarten Deutschförderung

Im Kanton Baselland besteht bei 798 von 2477 Kindern vor dem Kindergarten ein Förderbedarf in Deutsch. Die Sicherheitsdirektion (SID) hat am Donnerstag die zweite Sprachstanderhebung veröffentlicht.

Die Erhebung wurde im Januar 2026 bei allen Kindern eineinhalb Jahre vor deren Kindergarteneintritt durchgeführt. Die Rücklaufquote lag bei rund 96 Prozent. Der Förderbedarf liegt bei 32,2 Prozent, im Vorjahr waren es bei 2663 Kindern 31,1 Prozent. Die Zahlen bewegen sich somit im selben Rahmen wie letztes Jahr.

Von den 798 Kindern mit Förderbedarf sind 337 Mädchen und 461 Jungen. Bei den Jungen liegt die Quote bei 34,5 Prozent, bei den Mädchen bei 29,5 Prozent. Besonders stark zeigt sich der Bedarf bei den 1335 mehrsprachigen Kindern, bei denen 56,7 Prozent die Kriterien erfüllen.

Die Sprachverhältnisse sind laut SID vielfältig: 46,1 Prozent der Kinder wachsen monolingual deutschsprachig auf, 15,6 Prozent monolingual fremdsprachig, 34,5 Prozent bilingual mit Deutsch und 3,7 Prozent zwei- oder mehrsprachig ohne Deutsch. Die SID betont, die positiven Aspekte der Mehrsprachigkeit dürften nicht übersehen werden, da sie die Entwicklung der Kinder bereichere.

Im Schuljahr 2025/26 konnte der erste Jahrgang der alltagsintegrierten Sprachförderung profitieren. Gemeinden und Betreuungsorganisationen setzten parallel zur Erhebung Massnahmen um, unterstützt durch Informationsanlässe, Beratung sowie Aus- und Weiterbildung. Während der Erhebung standen Familien bei Verständnisfragen interkulturelle Vermittlerinnen in 20 Sprachen zur Verfügung. Der Bericht zur Sprachstanderhebung wurde am selben Tag publiziert.

Quellen

Nau.ch: Kanton Basel-Landschaft: Jedes dritte Kind braucht Deutschförderung

Nau.ch: Knapp ein Drittel von Baselbieter Kindern benötigt Deutschförderung

Basler Zeitung: Vor Eintritt in Kindergarten: Jedes dritte Kind braucht zusätzliche Deutschförderung

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