Weltwetterorganisation meldet für 2025 neue Rekordwerte bei CO2, Methan und Lachgas

Die Konzentration von Kohlendioxid, Methan und Lachgas in der Atmosphäre hat 2025 neue Höchststände erreicht, wie die Weltwetterorganisation (WMO) mitteilt. Der CO2-Anstieg fiel geringer aus als im Vorjahr, was die WMO nicht als Entwarnung wertet.

Die CO2-Konzentration stieg im Jahr 2025 auf 426,8 ppm (parts per million). Gegenüber 2024 nahm sie um 2,8 ppm zu. Der Gesamtwert entspricht laut WMO 153 Prozent des Niveaus vor Beginn des Industriezeitalters im Jahr 1750. WMO-Vizechefin Ko Barrett sagte: «Ein neues Jahr, ein neuer Rekord.» Treibhausgase speicherten eine noch nie dagewesene Menge an Wärme in der Atmosphäre und lieferten so Energie für Extremwetter und andere Risikofaktoren.

Der Anstieg war zwar beträchtlich, aber langsamer als jener von 2023 auf 2024. Die Periode 2023/24 war von einem starken El Niño geprägt, der unter anderem für mehr Vegetationsbrände und damit für mehr CO2-Ausstoss sorgte. Das Klimaphänomen hat laut WMO in diesem Jahr erneut begonnen. Die Organisation rechnet deshalb, aber nicht nur deshalb, für 2026 mit einem weiteren CO2-Anstieg. Wissenschaftlerin Oksana Tarasova nannte auch die Verbrennung fossiler Energieträger als Ursache. Zudem steige das Risiko, dass die Ozeane immer weniger CO2 speichern könnten.

Kohlendioxid ist laut Bericht für 66 Prozent des Treibhauseffekts durch Gase verantwortlich, Methan für weitere 16 Prozent. Methan fällt unter anderem in der Landwirtschaft, beim Abbau fossiler Energieträger und auf Mülldeponien an. Auch die Methan-Konzentration sowie jene von Lachgas erreichten einen Rekordwert. Die Erde steuert laut den Vereinten Nationen mit der aktuellen globalen Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2,8 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit zu. Die Weltgemeinschaft wollte den Anstieg eigentlich auf 1,5 Grad begrenzen, etwa durch den Ausstieg aus Erdöl, Kohle und Gas.

Auch der Umstieg auf nicht fossile Energieträger birgt laut WMO Klima-Tücken. Mit der globalen Elektrifizierung sei die Konzentration von Schwefelhexafluorid (SF6) in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. SF6 wird unter anderem zur Funkenlöschung in der Stromverteilung verwendet. Ein Kilogramm SF6 trägt laut dem Bericht rund 24'300-mal so viel zum Treibhauseffekt bei wie ein Kilogramm CO2. Die WMO forderte zudem einen stärkeren Fokus auf molekularen Wasserstoff (H2). Dieser ist zwar kein Treibhausgas, sein Austritt aus Pipelines oder Brennstoffzellen gebe jedoch «zunehmend Anlass zur Sorge». Wasserstoff beeinflusse die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre und habe dadurch einen starken indirekten Effekt auf die Erderwärmung. Der Bericht wurde kurz vor der nächsten Weltklimakonferenz in Antalya im November veröffentlicht.

Quellen

Nau.ch: CO2 in der Atmosphäre steigt 2025 auf Rekordwert

heise online: Ein Jahr, ein Rekord: Mehr Treibhausgase in der Luft als je gemessen

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