Bundesrat will Vorsorge für Menschen mit mehreren Jobs verbessern

Der Bundesrat will die berufliche Vorsorge für Angestellte mit mehreren Jobs verbessern. Künftig soll bei Angestellten nicht mehr zwischen Haupt- und Nebentätigkeit unterschieden werden.

Heute sind Einkünfte aus Nebentätigkeiten nicht obligatorisch in der beruflichen Vorsorge versichert. Für Beiträge in die Pensionskasse zählt nur der Haupterwerb, Nebeneinkünfte können höchstens freiwillig eingezahlt werden. Das Parlament hatte mit einer Motion der Sozialkommission des Ständerats (SGK-S) verlangt, die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenerwerb aufzuheben. Neu müssten Arbeitgeber alle Einkünfte ihrer Angestellten, die die Eintrittsschwelle von aktuell 22'680 Franken überschreiten, versichern.

Der Bundesrat will dies mit Anpassungen an der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge umsetzen. Am Mittwoch eröffnete er die Vernehmlassung, die bis zum 17. Februar 2027 dauert. Für Selbstständige bleibt die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebentätigkeit bestehen.

Der Verzicht auf die teils schwierige Unterscheidung soll den Zugang zur beruflichen Vorsorge für Angestellte mit mehreren und auch kleinen Pensen verbessern, wie der Bundesrat schreibt. Schätzungen auf Basis von Zahlen von 2024 gehen von etwas mehr als 100'000 neu obligatorisch Versicherten aus. Rund 1,2 Milliarden Franken an Löhnen würden neu in die berufliche Vorsorge fliessen, was zu zusätzlichen Altersgutschriften von rund 170 Millionen Franken pro Jahr führen würde.

Quellen

SRF News: Teilzeit und Nebeneinkünfte – Bundesrat will Vorsorge für Menschen mit mehreren Jobs verbessern

Nau.ch: Menschen mit mehreren Jobs sollen bessere Vorsorge erhalten

zentralplus: Bundesrat will Vorsorge verbessern

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