Auch Audi ruft Q4 e-tron wegen möglicherweise fehlerhafter Batteriezellen zurück
Der Volkswagen-Konzern weitet den Rückruf von Elektroautos wegen möglicherweise fehlerhafter Batteriezellen auf Audi aus. Vorerst betrifft dies in den USA 9048 Fahrzeuge der Modelle Q4 e-tron und Q4 Sportback e-tron.
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA teilt mit, dass Audi in einem freiwilligen Rückruf 7040 Fahrzeuge des Q4 e-tron aus dem Bauzeitraum Dezember 2023 bis April 2025 sowie 2008 Q4 Sportback e-tron aus dem Bauzeitraum November 2023 bis April 2025 überprüft. Beide Baureihen werden ausschliesslich von VW für Audi in Zwickau gefertigt. Die möglicherweise problematischen Hochvoltbatteriezellen stammen vom Hersteller SK Battery Manufacturing aus Ungarn.
Nach Angaben des Konzerns können Produktionsfehler bei einzelnen Batteriezellen dazu führen, dass sich die Hochvoltbatterie überhitzt. Im ungünstigsten Fall besteht bei Vollladung Brandgefahr. Laut NHTSA sind bislang keine Zwischenfälle bekannt. Zur Vorsicht sollen die Fahrzeughalter nicht über einen Ladestand von 80 Prozent laden und die Batterien beim Audi-Händler prüfen lassen. Wie eine dauerhafte Lösung aussehen könnte, ist noch offen.
Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat parallel einen Rückruf für die beiden Modelle veröffentlicht. Demnach sind weltweit 12'734 Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum November 2023 bis Juni 2025 betroffen, davon wird nur ein einziges Fahrzeug für den deutschen Markt ausgewiesen. Rund 3700 Fahrzeuge verteilen sich auf Märkte ausserhalb der USA, welche das sind, bleibt offen. Halter erhalten ein Rückrufschreiben mit Aufklebern, die als Warnhinweise an der Ladebuchse und im Display angebracht werden müssen. In einem zweiten Schritt soll eine aktualisierte Software mögliche Auffälligkeiten in den Batteriemodulen frühzeitig erkennen. Diese Software ist noch nicht verfügbar. Bei Bedarf sollen einzelne Module oder die gesamte Hochvoltbatterie ersetzt werden. Bei Audi läuft der Rückruf unter dem Code 93SK, das KBA hat die Referenznummer 17222R vergeben.
Der Volkswagen-Konzern selbst muss weltweit rund 72 200 Elektromodelle auf mögliche Batteriefehler überprüfen, davon rund 10 000 in Deutschland. Betroffen sind die Baureihen ID.3, ID.4, ID.7, ID. Buzz sowie der Cupra Born.
Quellen
electrive.net: Volkswagen-Batterierückruf weiter sich auf Audi aus – mit US-Fokus
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