Bei Halloween-Kostümen verlieren sexy Outfits in der Schweiz deutlich an Bedeutung

Eine Auswertung von Google-Suchen zeigt: Sexy Kostüme spielen für Halloween in der Schweiz kaum noch eine Rolle. Gruselige Klassiker wie der Vampir liegen vorne.

Die Auswertung des Erotikportals Erobella basiert auf Suchanfragen auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Verglichen werden die Monate September und Oktober der Jahre 2023 bis 2025 mit den Jahren 2016 bis 2019. Am häufigsten gesucht wird der Vampir, dessen Suchen um 61 Prozent zunahmen. Auf Platz zwei folgt der Clown mit einem Minus von 8 Prozent, dahinter Harley Quinn mit minus 19 Prozent. Den stärksten Zuwachs verzeichnet das Skelett auf Platz vier mit plus 69 Prozent. Der Zombie verliert 6 Prozent, die Fledermaus legt um 54 Prozent zu.

Der Anteil sexy Kostüme an allen Halloween-Kostümsuchen sank deutlich. In den Jahren 2008 bis 2010 galt rund jede zehnte Suche einem sexy Outfit, in den Jahren 2023 bis 2025 nur noch jede 24. Der Anteil ist damit um 58 Prozent gesunken. In absoluten Zahlen nahmen die Suchen nach sexy Kostümen um 39 Prozent zu, die Suchen nach Halloween-Kostümen insgesamt um 230 Prozent. Erobella fasst zusammen: «Halloween ist angekommen. Das sexy Kostüm nicht.»

Auch das Verhältnis zwischen Damen- und Herrenkostümen hat sich verschoben: In den Jahren 2016 bis 2018 kamen auf eine Suche nach einem Herrenkostüm 3,4 Suchen nach einem Damenkostüm, heute sind es 1,5. Ausserdem holt Halloween die Fasnacht ein. Im Jahr 2006 kamen auf 100 Suchen nach einem Fasnachtskostüm 16 nach einem Halloween-Kostüm, 2025 waren es 83.

Die Auswertung nennt keine Gründe für die Veränderung. Erobella verweist als mögliche Ursachen auf Kostümideen aus sozialen Medien wie Tiktok, Pinterest und Instagram. Zudem würden gruselige Figuren selten in einer sexy Variante gesucht.

Quellen

Nau.ch: Halloween: Schweizerinnen wollen kaum noch sexy Kostüm

Blick: Schweizer haben genug von sexy Halloween!

Mehr auf Newsmag

Grünen-Präsidentin Mazzone geht auf Distanz zu Amaudruz und will Kandidierende anhören

Cassis führt nach Nordkorea auch Gespräche in Seoul – Büro kostet 900’000 Franken pro Jahr

FBI ruft Firmen auf, Ein- und Auszahlungen bestimmter Adressen zu blockieren

Nach dem Zugunglück bei Urda ist die Hälfte der Todesopfer identifiziert