Stadt Zürich baut im Hafen Tiefenbrunnen eine provisorische Mole

Nach dem Teilabsinken der Betonmole im März plant die Stadt Zürich eine provisorische Hafenanlage im Hafen Tiefenbrunnen. Der Baubeginn ist für November vorgesehen, abgeschlossen werden soll die Anlage zur Bootssaison im nächsten Jahr.

Ende März sank ein grosser Teil der Betonmole. Gleichzeitig lösten sich mehrere Boote aus der Verankerung; eines wurde mit in die Tiefe gerissen und musste geborgen werden. Die bei der Havarie unbeschädigten Teile der Anlage werden in das Provisorium integriert, wie das Tiefbauamt mitteilte. Ein spezialisiertes Wasserbauingenieurbüro untersucht, unter welchen Umständen die Mole geborgen werden kann.

Die Stadtpolizei vermutete kurz nach dem Ereignis, dass bei Unterhaltsarbeiten Schächte an der Mole geöffnet wurden und Wasser eindrang, was zum Sinken führte. Die Staatsanwaltschaft Zürich führt derzeit eine strafrechtliche Untersuchung durch. Wie hoch der Schaden ist, teilte die Stadt noch nicht mit; die Frage werde im Zusammenhang mit einer schriftlichen Anfrage aus dem Gemeinderat beantwortet.

Langfristig soll der provisorische Teil durch eine definitive Lösung ersetzt werden. Das Stadtzürcher Parlament hat dem Umbau des Hafens zugestimmt. Geplant sind die «Marina» mit Platz für 400 Boote, ein 150 Meter langer Steg, der öffentlich zugänglich sein soll, eine Art Kiosk und ein Wassersportzentrum. Das 9-Millionen-Franken-Projekt war für einen Baustart im Jahr 2032 vorgesehen. Die Stadt stoppte es jedoch im September im Rahmen von Investitionskürzungen, mit denen sie ihre Schulden bremsen will. Wie lange das Provisorium bestehen bleibt, ist nicht klar.

Quellen

Tsüri: Nach versunkenem Betonteil: Hafen Tiefenbrunnen wird vorläufig wiederhergestellt

Tages-Anzeiger: Hafenanlage in Zürich: Der Hafen Tiefenbrunnen erhält eine provisorische Mole

Nau.ch: Der Hafen Tiefenbrunnen in Zürich erhält eine provisorische Mole

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