Lara Gut-Behrami ist auch Monate nach ihrem Rücktritt zufrieden mit dem Entscheid

Im ersten ausführlichen Interview seit ihrem Karriereende erklärt die 35-jährige Tessinerin, weshalb sie auch die Heim-WM 2027 nicht mehr anstrebte. Auf Social Media verzichtet sie weiterhin.

Lara Gut-Behrami hatte ihren Rücktritt vom Spitzensport am Mittwoch, 5. August 2026, bekannt gegeben. Trotz überstandener Knieverletzung entschied sich die Tessinerin gegen ein Comeback. Die zweifache Weltmeisterin, Olympiasiegerin und 48-fache Weltcupsiegerin sagt, sie müsse nicht mehr ständig Wetterprognosen studieren, nicht mehr auf gepackten Koffern sitzen und täglich entscheiden, wann abgereist wird. «Aber der Unterschied ist weniger radikal, als ich erwartet hatte.» Auch sonst sei vieles gleich geblieben: «Mein Schlafrhythmus, meine Essgewohnheiten – vieles ist ähnlich geblieben.» Sie stehe weiterhin früh auf und trainiere. Es gehe nicht mehr darum, wie viel Gewicht sie stemme, sondern darum, was ihr guttue.

Die Heim-WM in Crans-Montana im Februar 2027 war für sie kein ausreichender Grund, weiterzumachen. «Selbst eine Goldmedaille wäre die Monate nicht wert gewesen, die ich hätte opfern müssen», sagt sie. Auf Social Media postet Gut-Behrami nichts; schon ihren Rückzug von Social Media hatte sie im Jahr 2018 vollzogen. Einen solchen Rückzug könne sie allen empfehlen, sagt sie, für manche dürfte der Gedanke allerdings beängstigend sein. Es sei oft einfacher, über Social Media zu leben. Ohne diese Plattformen brauche es Menschen im echten Leben, die einen unterstützen und verstehen.

Was Gut-Behrami in ihrer Freizeit macht, bleibt nach eigenen Angaben privat.

Quellen

Blick: «Ohne Rennen ist alles deutlich schöner geworden»

blue News: Gut-Behrami: «Seit ich keine Rennen mehr fahre, ist alles deutlich schöner»

20 Minuten: Was Lara Gut-Behrami nach ihrem Rücktritt nicht vermisst

Tages-Anzeiger: Exklusives Interview mit Lara Gut-Behrami: «Selbst eine Goldmedaille wäre die Monate nicht wert gewesen, die ich hätte opfern müssen»

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