Iranisches Gericht verurteilt Regisseur Jafar Panahi zu weiteren fünf Jahren Haft
Ein Revolutionsgericht in Teheran hat den iranischen Regisseur Jafar Panahi zu fünf Jahren und einem Monat Gefängnis verurteilt. Zudem soll sein gesamtes Vermögen beschlagnahmt werden, und er darf zwei Jahre lang nicht ausreisen.
Panahi, 66, war Anfang April mitten im Krieg in seine Heimat zurückgereist, obwohl eine Haftstrafe bereits anstand. Laut seinem Anwalt Mostafa Nili wurde er in Abwesenheit verurteilt. Die Nachforschungen des Anwalts bei der Justiz hätten dies aufgedeckt, nachdem der Mandant die Sperrung seiner Bankkonten gemeldet hatte.
Zuvor hatte die iranische Justiz den Regisseur wegen «Propaganda gegen das System» bereits zu einem Jahr Haft verurteilt. Als zentralen Beweis führte ein Gericht seinen heimlich gedrehten Film «Ein einfacher Unfall» an. Das Werk gewann 2025 die Goldene Palme in Cannes und war zudem für die Golden Globes und die Oscars nominiert.
Panahi gilt seit Jahren als prominenter Kritiker im Iran.
Quellen
SRF News: Kulturnews in Kurzform – Iranischer Regisseur Panahi zu fünf Jahren Haft verurteilt
Nau.ch: Fünf weitere Jahre Haft für iranischen Regisseur Panahi
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