Novartis steigert Umsatz im dritten Quartal und hebt Gewinnziel für 2026 an
Der Pharmakonzern Novartis hat im dritten Quartal seinen Umsatz um 4 Prozent auf 14,5 Milliarden US-Dollar gesteigert und den Ausblick für den operativen Kerngewinn angehoben. Der Reingewinn brach wegen einer Wertminderung von 1,9 Milliarden Dollar beim Produktkandidaten Del-Desiran stark ein.
Der Umsatz wuchs laut Mitteilung von Novartis vom Dienstag zu konstanten Wechselkursen ebenfalls um 4 Prozent. Volumensteigerungen trugen 14 Prozentpunkte bei, Konkurrenz durch Generika bremste sie um 9 Prozentpunkte, die Preisentwicklung um 1 Prozentpunkt. Novartis hatte zuletzt betont, dass die Erosion durch Nachahmer-Präparate ihren Höhepunkt erreicht haben dürfte. Umsatzbringer wie Entresto, Promacta und Tasigna haben im vergangenen Jahr ihren Patentschutz verloren. Nach einem Umsatzminus im ersten Quartal war Novartis bereits im zweiten Quartal wieder auf Wachstumskurs. Konzernchef Vas Narasimhan hatte erklärt, dass die negativen Auswirkungen in der ersten Jahreshälfte 2026 deutlich stärker ausfallen dürften als in der zweiten.
Der operative Gewinn sank um 59 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar. Dafür verantwortlich sind vor allem höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung, darunter die Wertminderung für Del-Desiran, sowie höhere andere Aufwendungen. Der Reingewinn betrug 1,2 Milliarden Dollar nach 3,9 Milliarden im Vorjahreszeitraum; zusätzlich belastete ein höherer Zinsaufwand. Der Gewinn pro Aktie lag bei 0,63 Dollar. Für Analysten entscheidend ist der um verschiedene Einflüsse bereinigte Kerngewinn: Dieser stieg auf 6,0 Milliarden Dollar und übertraf den AWP-Konsens von 5,6 Milliarden. Der Kerngewinn pro Aktie legte um 9 Prozent auf 2,46 Dollar zu.
Für das Gesamtjahr passt Novartis die Gewinnziele an. Beim operativen Kerngewinn erwartet der Konzern nun ein stabiles Ergebnis bis zu einem leichten Anstieg, bisher war ein Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Das Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen soll weiterhin im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen. Narasimhan sagte, prioritäre Marken und Neueinführungen hätten die Einbussen durch Generika mehr als wettgemacht; zusammen mit Massnahmen zur Produktivitätssteigerung habe dies eine Anhebung der Jahresprognose ermöglicht. Zu Del-Desiran bei myotoner Dystrophie Typ 1 (DM1) sagte er, die Ergebnisse seien nicht wie erhofft ausgefallen, die Daten deuteten aber auf eine klinische Wirksamkeit hin. Novartis untersuche nun die weitere Entwicklung dieses Medikaments.
Quellen
20 Minuten: Drittes Quartal für Novartis: Reingewinn sinkt um 71 Prozent
Nau.ch: Novartis ist im dritten Quartal zurück auf Wachstumskurs
blue News: Novartis ist im dritten Quartal zurück auf Wachstumskurs
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