US-Demokraten versuchen in Alaska offenbar mit Störkandidaten zu punkten
Die US-Demokraten versuchen offenbar, mit einem taktischen Manöver in Alaska einen Vorteil bei den Midterms am 3. November zu verschaffen. Die Trickserei könnte sie mehr als nur einen Sitz kosten.
Bei den Zwischenwahlen am 3. November werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat neu vergeben. Entscheidend ist, welche Partei die Mehrheiten im Kongress für die nächsten zwei Jahre sichert. Aktuell stellen die Republikaner in beiden Kammern die Mehrheit. Die Wirtschaft und die hohen Lebenshaltungskosten dominieren den Wahlkampf, gefolgt von der Gesundheitspolitik und dem Krieg im Iran.
Als besonders spannend gelten die Rennen in Texas, Maine und Michigan. In Texas hätten die Demokraten mit James Talarico erstmals seit 1988 eine realistische Chance auf einen Senatssitz. In Maine steht die republikanische Amtsinhaberin Susan Collins unter Druck. Der ursprüngliche demokratische Kandidat Graham Platner zog sich zurück, nachdem mehrere Skandale ans Licht gekommen waren, die er bestreitet. Sein Ersatz Troy Jackson liegt in Umfragen praktisch gleichauf mit Collins.
Für das Repräsentantenhaus erwartet der US-Experte Julien Labarre einen Sieg der Demokraten, da die Partei des Präsidenten bei Zwischenwahlen meist Sitze verliert. Im Senat müssten die Demokraten alle bisherigen Sitze halten und vier weitere gewinnen. Bei einem Gleichstand von 50 zu 50 hätte Vizepräsident J. D. Vance die entscheidende Stimme.
Der Groll der Bevölkerung gegen Rechenzentren, übermächtige KI und Überwachungskameras wird im Wahlkampf von Demokraten wie Republikanern aufgegriffen. Zudem könnten junge Wählerinnen und Wähler, deren politische Haltung noch nicht gefestigt ist, über den Ausgang entscheiden.
Quellen
Tages-Anzeiger: Störkandidaten für Midterms: So wird das nichts mit dem Sieg der Demokraten
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