Gemeinde Randa VS hält Schutzmassnahmen am Hängegletscher Weisshorn aufrecht

Die Gemeinde Randa VS teilt mit, dass die Schutzmassnahmen am Hängegletscher auf der Ostseite des Weisshorns in Kraft bleiben. Der Hängegletscher wird weiterhin verstärkt überwacht.

Innerhalb des Gefahrenperimeters dürfen sich weiterhin keine Personen aufhalten. Die offiziellen Zugänge für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrerinnen und Velofahrer bleiben gesperrt. Das Siedlungsgebiet ist laut den Gemeindebehörden von der aktuellen Situation nicht betroffen. Die Behörden und die zuständigen Fachexperten stehen in engem Austausch und beobachten die Entwicklung laufend. Die Bewegungen am Hängegletscher Weisshorn Ost werden seit Ende Juni 2026 überwacht; zeitgleich wurde der Gefahrenperimeter definiert und gekennzeichnet.

Mitte August kam es zu mehreren Abbrüchen. Wegen einer deutlichen Zunahme der Bewegungen erhöhten die Behörden die Überwachung auf Stufe 3. Weitere Abbrüche schliessen die zuständigen Behörden nicht aus. Am Hang hängt weiterhin ein Eisblock von rund 300'000 Kubikmetern, der sich mit bis zu 20 Zentimetern pro Tag talwärts bewegt. Die ersten ergiebigen Schneefälle könnten die Gefahr eines Gletscherabbruchs deutlich verschärfen. Fällt viel Neuschnee auf dem darunterliegenden Plateau des Bisgletschers, könnte ein Abbruch eine gefährliche Eis-Schnee-Lawine auslösen, die eine deutlich grössere Reichweite hätte als ein reiner Eisabbruch im Sommer.

Das grösste historisch dokumentierte Ereignis am Weisshorn datiert aus dem Jahr 1819; die damals ausgelöste Lawine verursachte im Dorf Randa grosse Schäden. Abbrüche in den Jahren 1972 und 1973 verliefen glimpflicher und kamen auf einem Gletscherfeld zum Stillstand. Im Jahr 1991 ereignete sich am Längenfluhberg zudem ein grosser Dreifach-Bergsturz, bei dem innert weniger Wochen fast 50 Millionen Kubikmeter Gestein ins Tal stürzten. Die Felsmassen verschütteten die Bahnlinie und die Strasse und stauten die Vispa auf. Menschen kamen nicht zu Schaden, doch verendeten Nutztiere und 33 Gebäude wurden zerstört.

Quellen

Nau.ch: Schutzmassnahmen in Randa VS bleiben in Kraft

blue News: Schutzmassnahmen in Randa VS bleiben in Kraft

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