Patrick Fetzer übernimmt ab 1. Januar 2027 die Führung der Ruag MRO Holding
Die Ruag MRO Holding hat Patrick Fetzer zum neuen CEO ernannt. Er übernimmt das Amt per 1. Januar 2027 von Oliver Müller, der seit März interimistisch die Führung innehatte.
Fetzer bringe über 30 Jahre internationale Industrieerfahrung sowie langjährige Führungserfahrung im Energie- und Technologiesektor mit, teilte die Ruag MRO Holding mit. Aktuell ist er als Global Transformation Executive beim Logistikautomations-Spezialisten Swisslog tätig. In seiner neuen Rolle will er zuerst das Vertrauen innerhalb des Unternehmens sowie bei Kunden und Stakeholdern stärken. Dafür seien verbindliche Zusagen und verlässliche Lieferungen zentral.
Verwaltungsratspräsident Jürg Rötheli zeigte sich überzeugt, mit Fetzer eine «international erfahrene und hochkompetente Führungspersönlichkeit» gewonnen zu haben, die das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen werde. Oliver Müller verlässt die Ruag auf eigenen Wunsch und wechselt nach der Übergabe in die Privatwirtschaft.
Die Ernennung reiht sich in eine Serie kurzfristiger Leitungswechsel ein. Vor Oliver Müller hatten Brigitte Beck, das Interimsduo Thomas Kipfer/Christian Priller sowie Ralf Müller die Ruag geführt. Ralf Müller war im März 2026 nach einem Skiunfall zurückgetreten.
Auf Fetzer warten grosse operative Baustellen und Altlasten mehrerer Skandale. Im September 2025 musste die Ruag über zehn Millionen Franken an eine Anwaltskanzlei bezahlen, um mutmassliche betrügerische Verkäufe aufzuklären. Zudem wurden Unregelmässigkeiten bei der Beschaffung von Aufklärungsdrohnen festgestellt, und bei der Erneuerung der Armee-Telekommunikation kam es zu massiven Verzögerungen.
Quellen
Nau.ch: Wechsel an Ruag-Spitze: Oliver Müller übergibt an Patrick Fetzer
zentralplus: Neuer Mann an der Spitze der Ruag
Nau.ch: Patrick Fetzer wird neuer CEO der Ruag MRO Holding
blue News: Patrick Fetzer wird neuer CEO der Ruag MRO Holding
Mehr auf Newsmag
Grünen-Präsidentin Mazzone geht auf Distanz zu Amaudruz und will Kandidierende anhören
Cassis führt nach Nordkorea auch Gespräche in Seoul – Büro kostet 900’000 Franken pro Jahr
FBI ruft Firmen auf, Ein- und Auszahlungen bestimmter Adressen zu blockieren
Nach dem Zugunglück bei Urda ist die Hälfte der Todesopfer identifiziert
