Micasa streicht 70 Stellen und will Lieferanten bald wieder fristgerecht zahlen
Nach der Übernahme durch eine Investorengruppe um Toni Shala baut die Möbelkette Micasa 70 Stellen ab. Wegen Verzögerungen bei Lieferantenzahlungen will das Unternehmen nun verbindliche Vereinbarungen treffen und die Zahlungen wieder fristgerecht leisten.
Das Thema ging weiter: Micasa-Eigentümer Toni Shala will Auslieferungen selbst übernehmen (5. Nov. 2026)
Kurz gesagt
- Crissier schliesst Ende Dezember 2026, die Filialen Langendorf, Brügg und Buchs AG folgen Ende Januar 2027.
- Es kommt teilweise zu Kündigungen, Micasa prüft Weiterbeschäftigungen innerhalb des Unternehmens.
- Weitere Filialschliessungen seien nicht vorgesehen, teilt das Unternehmen mit.
- Bestellabwicklung, Logistik und Kundendienst seien inzwischen stabilisiert, offene Lieferungen würden prioritär bearbeitet.
Hintergrund
Micasa gehörte bis Februar 2025 zur Migros, dann übernahmen der damalige CEO Philipp Agustoni und der damalige COO Manuel Landolt die Möbelkette im Rahmen eines Management-Buyouts, unterstützt von der Investmentgesellschaft Rethink und privaten Investoren. Seit September 2025 führt die neu gegründete Micasa AG das Geschäft eigenständig. Die Ablösung von Migros und der Aufbau eigener IT-, Logistik- und Servicestrukturen belasteten Micasa stark, dabei kam es zu den Zahlungsverzögerungen bei Lieferanten.
So hat sich das Thema entwickelt
- 30. Okt. 2026: Micasa erhält neue Verwaltungsratspräsidentin nach Abgang von CEO Agustoni
- 2. Nov. 2026: Micasa streicht 70 Stellen und schliesst vier Filialen nach Übernahme
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Blick: Bei Micasa fallen 70 Stellen weg
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