Micasa erhält neue Verwaltungsratspräsidentin nach Abgang von CEO Agustoni

Der Möbelhändler Micasa hat CEO Philipp Agustoni verloren, Nachfolger ist der bisherige COO Manuel Landolt. Neue Verwaltungsratspräsidentin wird die Treuhänderin Beatrix Ferkinghoff.

Philipp Agustoni hat seine Funktion als Chef von Micasa abgegeben und das Unternehmen verlassen. Laut einer Stellungnahme des Unternehmenssprechers erfolgte der Abgang im gegenseitigen Einvernehmen zwischen Agustoni und der neuen Eigentümerschaft. Agustoni hatte seinen Abschied zuvor auf dem Karrierenetzwerk LinkedIn bekannt gemacht. Anfang Oktober 2026 hatte eine Schweizer Investorengruppe sämtliche Aktien des Unternehmens übernommen. Die neue Eigentümerschaft will weiterhin nicht öffentlich in Erscheinung treten.

Im Februar 2025 hatte die Migros Micasa im Rahmen eines Management-Buyouts an Agustoni und Landolt verkauft, unterstützt von der Investmentgesellschaft Rethink sowie privaten Investoren. Seit September 2025 führt die neu gegründete Micasa AG das Geschäft eigenständig. Laut Schweizerischem Handelsamtsblatt übernimmt Beatrix Ferkinghoff das Verwaltungsratspräsidium von Manuel Landolt. Drei bisherige Verwaltungsräte scheiden aus.

Vom aktuell 30 Filialen umfassenden Netz werden vier geschlossen: Crissier VD am 31. Dezember 2026, Langendorf SO, Brügg BE und Buchs AG am 31. Januar 2027. Micasa begründete die Schliessungen gegenüber der Nachrichtenagentur AWP mit der Wirtschaftslage und veränderten Marktbedingungen. Für betroffene Mitarbeitende würden Anschlusslösungen geprüft.

Quellen

Blick: Chef des Möbelhändlers nach nur einem Jahr schon wieder weg

20 Minuten: Knall bei Micasa: Chef der Ex-Migros-Firma ist schon wieder weg

Nau.ch: Micasa-CEO Philipp Agustoni hat Unternehmen verlassen

Mehr auf Newsmag

VW setzt Entwicklung des elektrischen ID. Golf wegen Finanzlage vorübergehend aus

FBI ruft Firmen auf, Ein- und Auszahlungen bestimmter Adressen zu blockieren

Grünen-Präsidentin Mazzone geht auf Distanz zu Amaudruz und will Kandidierende anhören

Nach dem Zugunglück bei Urda ist die Hälfte der Todesopfer identifiziert