Bergläufer findet im Ahrntal ein Bierfass aus dem Jahr 1978 im Gletscher

Daniel Oberlechner hat im Ahrntal ein Bierfass gefunden, das in den 1980er-Jahren bei einem Heli-Transportflug in einer Gletscherspalte verschwunden war. Der Inhalt sei nach Einschätzung der Beteiligten noch einwandfrei.

Oberlechner ist 42 Jahre alt, arbeitet als Berufsfahrer für einen Getränkehandel in St. Johann in Tirol und geht regelmässig Bergläufe, etwa zur Schwarzsteinhütte mit rund 2000 Höhenmetern. Seit Längerem suchte er bei seinen Touren nach dem Alufass. Diesen Sommer entdeckte er es nach einem heftigen Gewitter. Er brachte das 40 Kilogramm schwere Fass mit einer Sackkarre ins Tal.

Bei der Degustation mit Freunden und Arbeitskollegen war auch sein Chef dabei, der die höchste Bierausbildung absolviert hat und sich «Master of Beer» nennen darf. Sein Fazit lautete: «Das Bier war einwandfrei. Der Geschmack, die Bernsteinfarbe und sogar der Kohlensäuregehalt waren noch in Ordnung.» Der Aufdruck auf dem Fass nennt das Jahr 1978, der Inhalt könnte also bis zu 48 Jahre in der Spalte gereift sein.

In den Spalten schwankt die Temperatur deutlich weniger als auf dem Gletscher und liegt oft nahe bei 0 Grad Celsius. «Es dürfte dort aber nie gefroren sein, sonst hätte das Fass sich verformt», sagte er.

Quellen

Blick: 48 Jahre im Eis gefangen: Wanderer finden altes Bierfass

20 Minuten: «Schmeckt»: Wanderer holt Bierfass nach Jahrzehnten vom Gletscher

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