Pharmaindustrie zahlt 2025 weniger Geld an Ärzte und Spitäler
Die Schweizer Pharmaindustrie hat 2025 rund 234 Millionen Franken an Ärzte, Spitäler und Fachgesellschaften gezahlt, 28 Millionen weniger als im Vorjahr. Die Angaben stammen aus der Selbstdeklaration von über 60 Pharmafirmen.
Die Zahlungen gingen für Kongresse, Weiterbildungen und Sponsoring an Ärzte, Spitäler und andere Akteure im Gesundheitswesen. Die Daten wurden ausgewertet und am Donnerstag veröffentlicht. Es ist der erste Rückgang seit fünf Jahren.
Der Rückgang kam laut der Erhebung vor allem durch weniger grosse Forschungskooperationen zustande. Die Zahlungen an Ärzte, Spitäler und Fachgesellschaften blieben dagegen etwa gleich hoch.
Am meisten zahlte der britisch-schwedische Konzern AstraZeneca mit 27,4 Millionen Franken, allerdings 2,6 Millionen weniger als im Vorjahr. Knapp dahinter lagen Novartis mit 26,4 Millionen Franken (knapp 2 Millionen weniger) und Roche mit 25,6 Millionen Franken, wo die Summe in etwa konstant blieb. Besonders deutlich sanken die Zahlungen von Pfizer um 10 Millionen auf 11,3 Millionen Franken.
Der Pharmaverband teilte mit, die Zahlungen seien gesetzlich geregelt und für Forschung, Fortbildung, Beratung und weitere Dienstleistungen zulässig. Die Branche weist die einzelnen Bezüger individuell und mit Namen aus. Grundlage ist der seit 2015 bestehende Pharma-Kooperations-Kodex. Damals lagen die Zuwendungen an Fachpersonen und Gesundheitsorganisationen noch bei 141 Millionen Franken.
Quellen
Nau.ch: Pharmaindustrie zahlt 2025 weniger an Ärzte und Spitäler
Blick: Pharmaindustrie verteilt 234 Millionen an Ärzte und Spitäler
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