Weltbank rechnet 2026 mit 23 Prozent höheren Rohstoffpreisen

Die Weltbank erwartet für dieses Jahr einen weltweiten Anstieg der Rohstoffpreise um 23 Prozent. Bei Nahrungsmitteln rechnet sie auch im kommenden Jahr mit einem weiteren Plus.

Die Energiepreise dürften gegenüber dem Vorjahr um knapp ein Drittel steigen. Dafür ist laut Weltbank vor allem der Krieg der USA gegen den Iran verantwortlich, infolgedessen der Rohstoffhandel durch die Strasse von Hormus nahezu zum Erliegen gekommen war. Der Transport durch die Meerenge sei auch Monate nach Beginn weit vom Vorkriegsniveau entfernt. Industriemetalle dürften sich um rund 25 Prozent verteuern, unter anderem wegen der hohen Nachfrage für Rechenzentren.

Bei Lebensmitteln dürften die Preise dieses Jahr um etwa ein Zehntel steigen und 2027 um weitere sieben Prozent zulegen. Als Gründe nennt die Weltbank unterbrochene Getreidelieferungen, durch ungünstiges Wetter bedrohte Ernten sowie hohe Kraftstoff- und Düngerpreise.

Die Prognosen setzen laut Weltbank voraus, dass sich die Konflikte nicht wesentlich verschärfen. Sollte der Iran-Krieg eskalieren oder die Schäden an der russischen Ölinfrastruktur andauern, könnten die Energiepreise noch stärker steigen. Die Weltbank warnt zudem, dass höhere Energiepreise oder stärkere Auswirkungen des Wetterphänomens El Niño eine Nahrungsmittelkrise auslösen könnten. Diese würde, wie Anfang der 2010er-Jahre, noch mehr Menschen in extreme Armut treiben, also in Armut mit weniger als drei US-Dollar am Tag. Derzeit zählt das Institut in Washington rund 811 Millionen Betroffene. Besonders stark betroffen seien Länder mit tiefen Einkommen und hohen Schulden.

Quellen

blue News: Weltbank rechnet mit weiter steigenden Lebensmittelpreisen

zentralplus: Weltbank sieht steigende Rohstoffpreise

Nau.ch: Weltbank rechnet mit weiter steigenden Lebensmittelpreisen

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