Basler Kantonslabor beanstandet vier von 16 Thunfisch-Proben wegen Lebensmittelbetrugs
Das Kantonslabor Basel-Stadt hat vier von 16 Proben frischen Thunfischs beanstandet. Sie wurden umgerötet, um frischer auszusehen, was das Labor als Lebensmittelbetrug einstuft.
Bei den beanstandeten Proben handelt es sich um Tuna Saku, rechteckig zugeschnittene Thunfischblöcke, die vor allem für Sushi und Sashimi verwendet werden. Als Herkunft seien Vietnam oder verschiedene Pazifikregionen angegeben gewesen. Die fehlbaren Proben wurden mit nitrithaltigen Zusatzstoffen behandelt, eine davon zusätzlich mit Kohlenmonoxid. Dadurch wird das Fleisch röter und erscheint frischer. Das ist laut dem Labor nur bei verarbeiteten, nicht aber bei frischen Produkten erlaubt. Der Betrug sei lukrativ, weil frischer Thunfisch höhere Marktpreise erzielt.
Der Thunfisch legt auf dem Weg zum Teller oft eine lange Reise zurück, teilweise über ein Jahr. Hochwertiges Thunfischfleisch werde in frischem Zustand rot, auf hochmodernen Schiffen verarbeitet und auf minus 60 Grad schockgefrostet. Lokale Fischereiunternehmen, etwa aus Vietnam oder den Philippinen, setzen dagegen kleinere und mittelgrosse Schiffe ein und kühlen den Fisch nur auf etwa minus 20 Grad herunter. Dabei verfärbe sich der Fisch bräunlich und verliere rasch an Marktwert.
Das Kantonslabor hat die Importeure aufgefordert, ihre Selbstkontrolle anzupassen.
Quellen
watson: In Basel verkaufter Thunfisch sieht teils frischer aus, als er ist
Nau.ch: In Basel verkaufter Thunfisch sieht teils frischer aus als er ist
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