Apple erweitert Creator Studio im November um KI-Funktionen und neue Werkzeuge

Apple erweitert sein Software-Abo Creator Studio im November um KI-Funktionen und neue Werkzeuge für Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro sowie die iWork-Apps Keynote, Pages und Numbers.

In Final Cut Pro integriert Apple Effekte, Übergänge und Vorlagen von MotionVFX. Zusätzlich wird der Content Hub mit kuratiertem Stock-Videomaterial in die Anwendung eingebunden. Einzelne Bilder aus der Timeline lassen sich künftig direkt in Pixelmator Pro öffnen, bearbeiten und nach dem Speichern automatisch wieder ins Final-Cut-Projekt übernehmen. Pixelmator Pro erhält zudem die Funktion «Generate Fill»: Nutzer markieren einen Bildbereich und beschreiben per Text die gewünschte Änderung. Die Funktion passt Licht, Perspektive und Textur an die Umgebung an. Für die Untertitel-Transkription kommen 23 weitere Sprachen hinzu.

Logic Pro erhält ein überarbeitetes Design im Liquid-Glass-Stil. Auf dem Mac wird ein intelligenter Assistent als Beta eingeführt, der auf Modellen von Apple und OpenAI basiert und per Textbefehl beim Einrichten von Spuren, beim Arrangieren oder beim Starten neuer Songs hilft. Der Sound-Browser bekommt eine automatische Audioanalyse direkt auf dem Gerät und bindet die Splice-Mediathek ein. Die Komponententrennung kann nun auch einzelne Bestandteile eines Schlagzeugs isolieren oder austauschen. Neu sind zudem ein Producer Pack von Sergio George und die Funktion Voice Memo Studio Sound, die Hintergrundgeräusche aus iPhone-Sprachmemos herausfiltert.

Auch Keynote, Pages und Numbers erhalten KI-Assistenten auf Basis von Apple-Modellen und OpenAI. Sie berücksichtigen den Inhalt der geöffneten Dokumente, erstellen Folien, überarbeiten Texte oder generieren Formeln und Diagramme in Numbers. Die iWork-Apps unterstützen künftig das Model Context Protocol (MCP), über das externe KI-Werkzeuge auf Dokumentinhalte zugreifen, diese bearbeiten und Aktionen automatisieren können. Keynote führt zudem das offene, JSON-basierte Format Keynote Interchange Format (.keyx) ein. Die Whiteboard-App Freeform erhält Textstile und flexible Hintergrundfarben, ab Dezember folgt eine direkte Anbindung an Pixelmator Pro.

Die neuen Funktionen stehen für bestehende Abonnenten kostenlos zur Verfügung. Apple verlangt für Creator Studio regulär 12,99 Euro monatlich oder 129 Euro jährlich. Über die Familienfreigabe können bis zu sechs Personen das Abo gemeinsam nutzen. Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro und weitere Programme bietet Apple weiterhin auch als separate Anwendungen zum Einmalkauf an. Ein Teil der neuen Funktionen bleibt jedoch Abonnenten vorbehalten.

Quellen

iFun: Creator Studio: Apples Software-Abo erhält neue KI-Funktionen

Caschys Blog: Apple Creator Studio: Großes Update bringt KI-Funktionen, MotionVFX und MCP-Support

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