Anker SOLIX bringt grosses Software-Update für Heimspeicher mit KI-Steuerung

Der Hersteller Anker SOLIX rollt sein Energiemanagementsystem PowerOS in mehreren Etappen aus. Die Heimspeicher sollen künftig selbstständig anhand von Wetter, Verbrauch und Strompreisen entscheiden, wann sie Strom speichern, verbrauchen oder aus dem Netz beziehen.

Die neue Version erscheint ab Oktober 2026 für verschiedene Solarbank-Speicher. Im Zentrum steht die sogenannte Self-Learning Engine, die Lade- und Entladezyklen nicht mehr isoliert berechnet, sondern Wetter- und Solarprognosen, die Verbrauchsgewohnheiten des Haushalts und die aktuellen Strompreise kombiniert. Laut Anker können Haushalte mit dynamischem Stromtarif durch den Wechsel in den Smart-Modus bis zu 30 Prozent mehr einsparen. Dieser Wert stammt laut einer Quelle aus internen Simulationen des Herstellers und lässt sich nicht pauschal auf jeden Haushalt übertragen. Die Funktion Tariff Auto-Match erkennt das Stromtarifmodell automatisch und unterscheidet zwischen festen Preisen, zeitvariablen Tarifen und dynamischen Börsenstrompreisen, etwa von Tibber, Amber, Kraken oder EPEX SPOT.

Für Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland und den Niederlanden gibt es den Negative Price Hunter, der den Akku in Phasen mit negativen Börsenstrompreisen laden lässt. Die Funktion Surplus Alert informiert am Vortag über erwartete Solarüberschüsse und meldet bei Überkapazitäten in Echtzeit, sodass sich Grossverbraucher wie Waschmaschine oder Trockner gezielt starten lassen. Bei grossen PV-Anlagen soll die Solar Clipping Optimization bis zu 25 Prozent mehr Sonnenstrom nutzbar machen, indem der Speicher vor der Mittagszeit gezielt entladen wird. Ein Frühwarnsystem für Unwetter und Netzprobleme (Proactive Risk Alert) lädt den Akku vorab, sofern die Hardware eine Notstrom-Funktion unterstützt. Eine KI-gestützte Fehlerdiagnose (Device Risk Alert) überwacht Ladeeffizienz und Akkuzustand.

Eine zweite Update-Welle ist für Dezember 2026 geplant. Dann sollen Nutzer ihre Wünsche in Alltagssprache beschreiben können, etwa bei Besuch, Homeoffice oder Urlaub. Das System schlägt eine passende Strategie vor, die vor der Umsetzung bestätigt werden muss. Ebenfalls im Dezember folgt ein automatischer Tagesbericht mit Ersparnissen, Erträgen und dem Zustand des Systems.

Für die Smart-Home-Anbindung kündigt Anker eine offizielle Integration für Home Assistant und Homey an, die ab November 2026 verfügbar sein soll. Weitere Plattformen sollen im Laufe des Novembers folgen. Die Anbindung an Homey war laut einer Quelle bereits über eine App möglich. Kompatibel sein sollen zunächst die Solarbank 4 Pro, die Solarbank Max, die Solarbank MAX AC sowie die stationären Speicher der XE- und XE-AC-Reihe. Ältere Modelle wie die Solarbank E1600 oder die Solarbank 2-Generation werden in der Kompatibilitätsübersicht derzeit nicht aufgeführt. Warnmeldungen sollen laut Anker für alle zehn Modelle kommen, die komplexen KI-Funktionen und Tarifautomatiken bleiben den neueren Modellen vorbehalten.

Quellen

Caschys Blog: Anker SOLIX: Offizielle Integration für Home Assistant und Homey angekündigt

iFun: Anker SOLIX: Großes Software-Update macht Balkonspeicher intelligenter

Caschys Blog: Anker SOLIX: Großes PowerOS-Update bringt KI-Energiesteuerung und Tarif-Automatik

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